BBC: 150 000 Kinder an katholischen Schulen Kandas physisch und psychisch schwerst missbrauch lt Kommissionsbericht

February 25, 2012 Leave a comment

BBC:  150 000 Kinder an katholischen Schulen Kandas physisch und psychisch schwerst missbrauch lt Kommissionsbericht

A commission examining Canada’s policy to separate indigenous children from their families says the abuse created a legacy of turmoil. From the country’s formation in the 19th Century until the 1970s, the children had to attend schools where they were stripped of their identity. Many of the 150,000 children also suffered physical abuse from the staff at the church-run boarding schools. An interim report says children left the schools “as lost souls”.

The Truth and Reconciliation Commission of Canada report, They Came for the Children, says their lives were “soon to be cut short by drugs, alcohol and violence”.  It concludes that the schools were an assault on indigenous children, their families, culture and their nations. Native Canadians remain among the poorest members of society, with many still living on reserves.

The commission was formed as part of a landmark settlement in 2006 that included more than C$2bn (£1.3bn) compensation for surviving former children and their families. It has already taken 25,000 statements from survivors, visited about 500 communities and has heard from about 100 former school employees.

” There is an opportunity now for Canadians to engage in this work, to make their own contributions to reconciliation, and to create new truths about our country”

Truth and Reconciliation Commission interim report. The schools were set up to assimilate native children into Canadian society. The report starts with a quote from Hector Langevin, the Public Works Minister of Canada in 1883: “In order to educate the children properly, we must separate them from their families. Some people may say that this is hard, but if we want to civilise them we must do that.”

The federal government acknowledged 10 years ago that physical and sexual abuse in the schools was widespread. Many students recall being beaten for speaking their native languages and losing touch with their parents and customs.  “It is commonly said that it takes a village to raise a child,” said commission chairman Justice Murray Sinclair during a press conference to present the report on Friday.

“The government of Canada took little children away from their villages and placed them into institutions that were the furthest things from a village you could expect,” he said.  The report said the result was damaged relations within aboriginal families and with Canadian society at large. It calls for a comprehensive programme of education to help the process of reconciliation.

The report concludes: “There is an opportunity now for Canadians to engage in this work, to make their own contributions to reconciliation, and to create new truths about our country.”

A final report is due to be published in 2014.

(2) Papst Pius XII. (1939-1958), Introitus

February 25, 2012 Leave a comment

Pius XII. (1939—1958),  aus dem Kapitel:  Introitus

“1917 Nuntius in München, ein Ereignis, das man zu den wichtigsten Daten des deutschen Katholizismus zählte (13).  Als Pacelli im August 1925  München verließ, hielt er eine Abschiedsrede … geeignet zur Kennzeichnung seines Stils und somit wohl auch seiner selbst.”  …. Seine damals 24 jährige Gefährtin Pascalina Lehnert, die ihn lebenslang begleitete,  ergänzte kongenial:  ” … er freute sich … an den bunten Schmetterlingen und übersah am wenigsten die kleinen Hirten, welche die Herden hüteten … (15)
Die Lebenswege Pius XI und Pius XII, fast Altersgenossen, hatten sich häufig gekreuzt. Beide arbeiteten zur Zeit des Ersten Weltkrieges im Vatikan. Bei der Rückkehr aus Warschau (als Nuntius dort)  im Winter 1920/21 hatte Ratti (später Pius XI) seinen Kollegen Pacelli in München besucht (16), und nicht zuletzt wohl die gleiche Beurteilung der Weltlage war es, die den Papst am 7. Feb.1930 dem erfolgreichen Nuntius das Amt des Staatssekretärs übertragen ließ.
Pius XI wurde seinem “veramente carissime e mai tanto caro come ora Cardinale di Stato” immer mehr gewogen und erachtete es schließlich als “die größte Gnade” seines Lebens , ihn an der Seite zu haben. “  Pius XII folgte Pius XI  “fast wie ein Erbprinz”

” Der Pacellipapst, verliebt in Macht und Herrlichkeit, der sich wie kein Vorgänger vor ihm “Lebendiger Petrus” nennen ließ, (27) ….  war von Deutschen während seiner Amtszeit  umgeben.  Ludwig Kaas beriet ihn ebenso wie der deutsche Jesuit Hendrich, der deutsche Jesuit Gundlach, der deutsche Jesuit Leiber und sein deutscher Beichvater, der Jesuit  Bea. “(43) … 1949 waren es neben Pascalina 4 weitere deutsche Schwestern die mit  im päpstlichen Appartment lebten, sowie die Perserkatzen ‘Peter’ und ‘Mieze’ und die Kanarienvögel ‘Hänsel’ und ‘Gretel’. (46)   …..

Pius XII wendete sich handschriftlich auf deutsch an Hitler persönlich am 6. März 1939: ” Wir legen gleich zu Beginn Unseres Pontifikats Wert darauf, Ihnen zu versichern, daß wir dem Ihrer Obsorge anvertrauten Deutschen Volke’ in innigem Wohlwollen zugetan bleiben. (70) … Und flehte “mit den besten Wünschen den Schutz des Himmels und den Segen des allmächtigen Gottes auf  Hitler herab.” (71)  ….

“Der große Judenprogrom vom November 1938, meist als Reichskristallnacht hämisch verharmlost, war -  unter dem Protest vieler Staaten (73), doch dem Schweigen des päpstlichen Stuhl, …. dem Papst sehr wohl bekannt” und “man weiß, Pacelli hatte ‘Mein Kampf’ genau gelesen”.  Das Buch allein Hitler zugeschrieben, wurde von einem gewissen Jesuiten Pater Stempfle zumindestens entscheidend redigiert. (00)

———–

13   Hober, Papst Pius XII., 31.  Dgl. Jedin, Wall, Sandfuchs, Scholder

15   P.Lehnert, ‘Ich durfte ihm dienen’, 61, 56

16   Wall, Der Vatikan, 104

27  Wall, Der Vatikan, 101.  Nichols, die Politik des Vatikans, 122.

43  Breza, Das eherne Tor, 77. Vgl auch R. Morsey

46  Breza, Das eherne tor, 549 ff.  Lehnert, Ich durfte ihm dienen, 99ff, 111.

70  Giovanetti, Der Vatikan  und der Krieg, 36 f

71  Ebd

00 Otto Strasser: Hitler und ich

______________________________________________________________________

Aus dem Kapitel:  Introitus,  Papst Pius XII. (1939-1958), Band II

Karlheinz Deschner, Die Politik der Päpste im 20.Jahrhundert, Rowohlt Verlag, Erweiterte, aktualisierte Neuausgabe von “Ein Jahrhundert Heilsgeschichte ” Band I und II, August 1991

Kirche heute, 25.Feb. 2012 – RSS

February 25, 2012 Leave a comment

    Kirche heute, 25.Feb. 2012

  • Ethik-Verständnis trennt Katholiken und Protestanten – Welt
  • Gedenkminute: Ganz Deutschland schämt sich für seine Behörden – otz.de
  • “Unangemessene Ehrerbietung” deutscher Behörden gegenüber NeoNazis
  • „Rote Karte den lila Röcken!“ Endlich mal den Austritt wagen! | hpd
  • Selbsternannte Opfervertreter
  • Katholische Kirche: Erzbischof geht auf Schwule und Geschiedene zu
  • Messbuch-Übersetzung sorgt für Unruhe
  • Religion kann in Psychiatrie helfen – Psychosen wegbeten!
  • Islamischer Theologe fordert Religions-Wettstreit um “gute Taten”
  • Zukünftiger Bundespräsident Gauck bezieht katholisches Büro
  • Kardinal verpasst radikalem Islamisten Predigtverbot
  • Rechtsextremismus ist mit christlichem Glauben unvereinbar
  • Merkels Dialog als Monolog? |
  • Murielle Gauthier, confidente de pédophile, cas de conscience de l’Eglise
  • Enfants victimes d’abus sexuels : Child Focus en point de mire
  • Bertone: “Volino le colombe i corvi li lasciamo nella boscaglia
  • The birth control bishops
  • Closing Vatican embassy ‘a mistake’
  • Lawyers: Bevilacqua ordered memo on priests to be shredded
  • Canada rules against religious freedom in schools
  • Thank you, BBC, for a sympathetic portrayal of our faith
  • Will cardinals look for tough manager as next Pontiff ?
  • An Atheist in Catholic School Wants to Show That He Can Be Charitable, Too

    Kirche heute, 25.Feb. 2012

Ethik-Verständnis trennt Katholiken und Protestanten – Welt

February 24, 2012 Leave a comment

Ethik-Verständnis trennt Katholiken und Protestanten

Norbert Lammert an der Seite des Papstes: Die Bilder gingen durch die Medien, sie zeigten den zweiten Mann im Staat, den Spiritus Rector der Bundestagsrede von Benedikt XVI, als treuen Sohn seiner Kirche. Doch mit seinem öffentlichen Bekenntnis, er verstehe sich als “protestantisch veranlagter Katholik”, hat Lammert einen Aufschrei unter seinen Glaubensgeschwistern provoziert.

Der Papst besucht Deutschland

Über ihm schwebt der Verdacht, mit wiederholten Hinweisen auf einen kirchlichen Reformstau und mit seiner Kritik am Zölibat eine Protestantisierung der römisch-katholischen Kirche anzustreben – mit “Errungenschaften”, wie sie als Ausweis für eine andere, moderne Form des Christentums gelten:

Liberalisierung der Sexualmoral, Feminismus, Frauen in kirchlichen Ämtern, Zugeständnisse in der Bioethik. Für den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller wäre das ein “ökumenischer Holzweg”, der in Selbstsäkularisierung endet.

Das harsche Urteil spiegelt das Unbehagen katholischer Hierarchen über die Verhältnisse beim evangelischen Partner, der alles hat, was katholische Reformer sich wünschen, aber dennoch an Auszehrung leidet.

Da kommt ihnen Lammerts Outing wie gerufen, um in den ökumenischen Diskurs die Frage einzubringen, was denn heute unter Protestantismus zu verstehen sei: etwa nur ein auf Moralisierung und Psychologisierung der Offenbarung reduziertes Christentum, das das Geheimnis der Kirche auf eine Wohlfahrts- und Wohlfühlorganisation herunterbricht?  ….

Weiterlesen

Gedenkminute: Ganz Deutschland schämt sich für seine Behörden – otz.de

February 24, 2012 Leave a comment
“   Muss sich das (erzkatholische) Thüringen schämen?
Schmerzlich berührt zeigten sich die Landtagsabgeordneten und mussten eingestehen, dass sich die Terrorzelle unter den Augen der hiesigen Behörden bilden konnte.

Erfurt. “Meine Damen und Herren, in ganz Deutschland wird in diesen Minuten der Opfer rechtsextremistischer Gewalt gedacht.” Wenige Minuten vor 12 Uhr unterbrach Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) die Beratungen zur Neufassung des Datenschutzgesetzes. Gemeinsam gedachten auch die Abgeordneten den Opfern der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds. Die Haupttäter kommen aus Thüringen. In Thüringen endete die Terrorserie auch. “Diese Mordserie hat Deutschland erschüttert. Es ist für den inneren Zusammenhang unserer Gesellschaft wichtig zu sehen, dass die Morde aufgeklärt und die Täter sowie deren Helfer bestraft werden”, gab Diezel zu Protokoll.

Auch darüber dachte die Linksabgeordnete Martina Renner während der Schweigeminute nach - und darüber, wie dem rechten Terror in diesem Land wirkungsvoller begegnet werden könnte. “Es ist wichtig, die Verwaltungen im Land an ihre politische Verantwortung zu erinnern”, sagt sie und fragt, warum der Druck auf die rechte Szene nicht weiter erhöht werde. Bremen beispielsweise habe allen bekannten Nationalsozialisten ihre Waffenscheine mangels geforderter Zuverlässigkeit entzogen.

Der Freistaat ging diesen Schritt nicht. “In Thüringen hat alles angefangen. Und schon kann die rechte Szene ungestraft im Internet “Freiheit für Wolle” fordern womit der inhaftierte Jenaer Nazi und Terrorhelfer Ralf Wohlleben gemeint ist. Es fehle ein echtes Umdenken in der Alltagskultur gegen Rechts. “Schweigeminuten sind wichtig. Doch muss mehr passieren.” Wie zum Beweis ging dieser Tage die Internetseite der “Hausgemeinschaft Jonastal” online. Die Betreiber kommen aus der Szene und haben das Haus in Crawinkel gekauft. HGJ - so die Abkürzung - soll wohl nicht zufällig an die Hitlerjugend erinnern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach auf der zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin für die zehn Mordopfer mehrmals von der Jenaer Terrorzelle. Muss sich der Freistaat für die Taten dieser Gruppierung schämen? Das ist eine Frage, die sich immer wieder stellt. “Nein, aber. . .”, meint Uwe Barth , Fraktionschef der Liberalen im Landtag. Ganz Deutschland müsse sich für das, was da geschehen ist, schämen, fügt er an. Es seien Taten von Einzelnen, für die nicht der gesamte Freistaat verantwortlich gemacht werden könne. In Thüringen gebe es schließlich kein “braunes Dorf”, aus dem die Täter gekommen seien. Es gehe nicht darum, sich zu schämen, betont auch Anja Siegesmund , Fraktionschefin der Grünen im Landtag.

Davon zu reden, dass es eine “Jenaer” oder eine “Zwickauer” Terrorzelle sei, greife zu kurz. Denn die Morde seien quer durch Deutschland geschehen, ohne dass Ermittler die Spuren zu den Tätern gefunden und die Verbrechen aufgeklärt hätten. “Betroffen - ja. Schämen - nein”, meint CDU-Fraktionschef Mike Mohring . “Die Opfer machen mich betroffen”, fügt er an. Es sei schlimm, dass sich über zehn Jahre eine Blutspur durch Deutschland zieht und niemand die Täter ermittelt hat. Um das aufzuklären, habe Thüringen einen Untersuchungsausschuss eingesetzt. Im Frühjahr soll auch noch das Verfassungsschutzgesetz geändert werden, um die politische Kontrolle deutlich zu verbessern, fügt Mike Mohring an.”

Die Säkularisierung 2.0 kommt – auch in Thüringen

Kirche heute, 24.Feb. 2012 – RSS

February 23, 2012 Leave a comment

    Kirche heute, 24.Feb. 2012

  • Von der Bedeutungslosigkeit des politischen Katholizismus
  • Afghanistan: Koranverbrennung gefährdet humanitäre Hilfe
  • Christliche NeuEvangelisierung: Wer Mission sät, wird Kriege ernten
  • Deutschland: Gericht lässt Kirchenbeschimpfung zu
  • Presseinformation: Abt von Wettingen-Mehrerau
  • Extremismus: „In Sachsen werden noch immer die Falschen verfolgt“
  • Der Vatikan versucht offene Flanken des Papstes Pius XII zu schliessen.
  • Islamkritik “Die Panikmacher”
  • «Wir können niemandem einen Maulkorb anlegen»
  • Statistik: Millionäre zahlen überdurchschnittlich viel Kirchensteuer
  • Gauckler an der Macht
  • Der laizistisch türkische Separatismus in Deutschland
  • Zentralrat der Juden fordert verstärkten Kampf gegen rechts
  • Katholisch nur, wenn’s nicht weh tut
  • Neues von der …-Sekte
  • NeoNazis: Nach Behördenversagen wird nun auch Prozess gegen katholischen Bischof Williamson neu aufgerollt
  • Vaticano esortato a pagare le tasse mentre l’Italia affronta la crisi …
  • Savona, il sindaco Berruti in Vaticano, critiche da parte dell’UAAR
  • La Quaresima arriva dall’Africa. Così B-XVI inizia le pulizie del Vaticano
  • Nuovi scandali sessuali nella chiesa vaticana – pedofila
  • Vaticano esortato a pagare le tasse mentre l’Italia affronta la crisi
  • Nella mia scuola nessuno è straniero
  • Nuovo scandalo sessuale nella Chiesa. I gesuiti tedeschi accusati di stupro di gruppo continuato
  • Rise of the Theocrats
  • Roman Catholic of the day
  • Vatican ruled by ‘omerta’ code of silence, whistle-blower claims
  • Legionaries. The Young Vicar and the Restless Virgins
  • The religion and politics of division
  • Leaked Vatican documents stir controversy
  • In New York City, does church-school separation go too far?
  • Christianism & Christian Nationalism: Extreme Nationalism, Extreme Christianity
  • The Roman Catholic Bishops: Are They Killing Their Church?
  • Vatican whistleblower on Italian TV
  • Changing Evangelical Views on Abortion and the Moral Majority’s Original Sin
  • The religion and politics of division
  • Nuncio urges Mexican priests to spiritually prepare for Pope
  • US clergy declare ‘state of emergency’ over contraception mandate
  • Catholic Priest Fired For Refusing To Say The New Mass
  • “Lettre ouverte à François Hollande sur la laïcité” – Le Monde
  • L’Eglise grecque, ses impôts et le “bruit journalistique”
  • Quand des prêtres anglicans optent pour le sacerdoce catholique
  • L’Eglise grecque, ses impôts et le “bruit journalistique
  • Un film provoque des injures antisémites

    Kirche heute, 24.Feb. 2012

NeoNazis: Nach Behördenversagen wird nun auch Prozess gegen katholischen Bischof Williamson neu aufgerollt – evangelisch.de

February 23, 2012 Leave a comment

NeoNazis: Nach Behördenversagen wird nun auch Prozess gegen katholischen Bischof Williamson neu aufgerollt – evangelisch.de

Holocaust – Strafverfahren vorläufig eingestellt:
Der seit Jahren andauernde Prozess gegen den katholischen Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson geht in eine neue Runde.

Im Revisionsverfahren sah das Oberlandesgericht Nürnberg einen Verfahrenmangel und stellte am Mittwoch das Strafverfahren wegen Volksverhetzung vorläufig ein. Darin werde nicht ausreichend über den Sachverhalt informiert, die Staatsanwaltschaft in Regensburg könne aber wegen des gleichen Sachverhalts erneut umfassend Anklage erheben, heißt es im dem Beschluss. (Az. 1 St OLG Ss 240/11)

In einem schwedischen Fernsehinterview hatte Bischof Richard Williamson von der ultrakonservativen Pius-Brüderschaft die Existenz von Gaskammern in der NS-Zeit und den Mord an sechs Millionen Juden durch das Hitler-Regime geleugnet. Das Interview wurde Anfang 2009 im Internet veröffentlicht. Im ersten Verfahren verhängte das Amtsgericht Regensburg im Oktober 2009 gegen Williamson eine Geldstrafe über 10.000 Euro, die Staatsanwaltschaft hatte 12.000 Euro beantragt.

Strafbefehl nicht detailliert genug
In dem Strafbefehl, so argumentierten die Nürnberger Richter, werde nicht deutlich, wie und wo der Inhalt der umstrittenen Äußerungen tatsächlich veröffentlicht und auch in Deutschland bekannt geworden sei. Es lasse sich daraus nicht entnehmen, ob über die Ausstrahlung im Fernsehen hinaus eine Veröffentlichung im Internet von vornherein geplant gewesen sei und ob Williamson mit diesem Verbreitungswege rechnen konnte. Auch werde der Angeklagte nicht über den gegen ihn erhobenen Tatvorwurf informiert.

Voraussetzung für den strafbaren Tatbestand der “Volksverhetzung” sei, dass die Tathandlung “öffentlich oder in einer Versammlung” begangen werde. Im vorliegenden Falle sei die Schilderung des Verbreitungsweges von zentraler Bedeutung. “Erst die Veröffentlichung in Deutschland, also nicht schon das Geben des Interviews unter Ausschluss der Öffentlichkeit, kann die Strafbarkeit begründen”, stellte das Oberlandesgericht fest. Die Richter sahen in dem Strafbefehl “wesentliche gesetzliche Merkmale” des Straftatbestandes nicht dargestellt.

“Ich glaube, es gab keine Gaskammern”
Das Interview hatte Williamson Ende 2008 am Rande einer Diakonweihe im Priesterseminar der Piusbrüder in Zaitzkofen bei Regensburg einem schwedischen TV-Sender gegeben. “Ich glaube, es gab keine Gaskammern”, sagte er wörtlich und fügte hinzu: “Ich glaube nicht, dass sechs Millionen Juden in Deutschland vergast wurden.” Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Leugnung des Holocausts strafbar ist, kann er für seine Aussagen in Schweden nicht belangt werden.

Seine Verteidiger plädierten deshalb für Freispruch. Sie argumentierten im Verfahren vor dem Amtsgericht und später auch vor dem Landgericht Regensburg, dass Williamson einer Verbreitung nicht ausdrücklich zugestimmt habe und mit der Veröffentlichung über das Internet auch nicht rechnen konnte. Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht war Williamson im vergangenen Juli wegen Volksverhetzung zu einer niedrigeren Geldstrafe in Höhe von 6.500 Euro verurteilt worden. Dagegen hatte der der 72-jährige Bischof wiederum Berufung eingelegt.

Kirche heute, 23.Feb. 2012 – RSS

February 23, 2012 Leave a comment

    Kirche heute, 23.Feb. 2012

  • Probleme der RKK: Machtstrukturen und Zölibat
  • Kirche und Staat – Das Prinzip Hoffnung
  • Kirche ist Kern-Probleme noch nicht angegangen – dpa
  • kfd will Debatte um wiederverheiratete Geschiedene voranbringen
  • Nach Missbrauch setzt Kloster Mehrerau auf Verjährung
  • Ende des politischen Katholizismus - Protestanten Merkel und Gauck – Cicero Online
  • Missbrauch in Mehrerau: Zuerst vertuschen dann auf Verjährung bestehen
  • Ex-Schüler klagt: Nach Missbrauch setzt Kloster Mehrerau auf Verjährung
  • Religion: Zeugen Jehovas wollen gleiche Rechte wie große Kirchen
  • “Religion für Atheisten”
  • Heftige Proteste gegen mutmaßliche Koran-Verbrennung in NATO-Lager
  • Evangelischer Pfarrermangel
  • Belgien: Kirche und Staat in den Kommunen
  • Vatican whistleblower on Italian TV
  • Spotlight on BBC series about Catholics
  • Pope wants new Nuncio to solidify and strengthen the Holy See’s relations with Ireland
  • Clergy in German speaking countries divided over “Call to Disobedience”
  • Children barred from Florida church where sex offender preaches
  • Les désordres romains ne touchent pas que l’Europe …
  • Quand des prêtres anglicans optent pour le sacerdoce catholique
  • Jean-Marie Delarue : « Il faut diminuer les abus des fouilles »

    Kirche heute, 23.Feb. 2012

Kirche ist Kern-Probleme noch nicht angegangen – dpa

February 23, 2012 Leave a comment

Theologe: Kirche ist Kern-Probleme noch nicht angegangen  – dpa

Von Birgit Reichert, dpa

Mainz/Trier (dpa/lrs) – Bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals muss sich die katholische Kirche nach Ansicht des Mainzer Theologen Gerhard Kruip «dringend» mit zwei Kern-Problemen beschäftigen: dem Thema Machtstrukturen und dem Thema Zölibat. «Das sind problematische Felder, die auch hinter der Missbrauchsproblematik stehen – und bislang viel zu wenig angegangen worden sind», sagte der Professor für christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz am Dienstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Es geht da natürlich auch ein Stück weit ans Eingemachte.»

Es stelle sich die Frage, ob der zölibatäre Priesterberuf nicht junge Männer anziehe, die insgesamt Probleme mit ihrer Sexualität hätten, sagte Kruip – einer der Initiatoren des Theologen-Memorandums vor gut einem Jahr. Da werde das Priesterseminar «als eine Art Zufluchtsort zur Bewältigung von persönlichen Problemen» gesehen. Auch im Kampf gegen den Priestermangel fordert Kruip die Aufhebung des Pflichtzölibats. Kirchenrechtlich sei das gar nicht so problematisch. «Rom könnte zulassen, dass in Deutschland aufgrund der pastoralen Situation Ortsbischöfe selbst entscheiden, ob sie nicht auch verheiratete Männer zu Priestern weihen», sagte der Theologe.

In der katholische Kirche gebe es nach wie vor Strukturen, die es schwer machten, Machtmissbrauch zu kontrollieren oder dagegen Kritik zu üben. «Wir bräuchten mehr demokratische Elemente etwa bei der Wahl von Amtsträgern», sagte Kruip. Wie der Papst vom Kardinalskollegium gewählt werde, könnte ein Bischof von einem Gremium bestimmt werden, das aus dem Domkapitel, den Dekanen und einer Vertretung von Laien bestehe. Und es könnte festgelegt werden, dass der Bischof vor wichtigen Entscheidungen mit bestimmten Beratern über das Thema gesprochen haben muss.

Triers Bischof Stephan Ackermann leiste seit dem 25. Februar 2010 als Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz eine gute Arbeit, sagte der Theologe. «Wenn man nur ganz eng auf die Missbrauchsproblematik schaut, dann ist tatsächlich sehr viel gemacht worden … Ich würde fast sagen, mehr als in vielen anderen Institutionen, die auch betroffen waren.» Die katholische Kirche habe mit ihren Entschädigungszahlungen eine Vorreiterrolle eingenommen, sagte der Professor. Mitte Januar hatten bereits rund 950 Opfer eine Entschädigung beantragt.

Jetzt komme es darauf an, im Dialogprozess mit den Bischöfen auch Veränderungen zu bewirken. «Würde jetzt jahrelang nichts passieren, verlöre die katholische Kirche das Potenzial an Gläubigen, das für Veränderungen eintreten würde». Dann bliebe nur «ein Rest» übrig, «der manchen Bischöfen vielleicht gut gefällt, der aber am Ende fast eine Art fundamentalistische Sekte ist».

Kirche heute, 22.Feb. 2012 – RSS

February 22, 2012 Leave a comment

    Kirche heute, 22.Feb. 2012

  • Was wäre, wenn wir das Kirchenrecht abschaffen würden?
  • Als Atheist unter Katholiken
  • Kardinal Marx kritisiert Augsburger Bischof Zdarsa
  • Erzbischof Schick bittet um “Gebete für Heimat und Vaterland”
  • Buch: Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert (Karlheinz Deschner)
  • “Vatileaks” beunruhigt die Kirchenführung
  • Freidenker starten Kampagne «Trennung Kirche-Staat»
  • Gauck-Nominierung: Muslimische Verbände zurückhaltend
  • Aschermittwochbrief: Aufruf zur Umkehr auch der Bischöfe
  • Warum ein Pastor nicht das höchste Staatsamt bekleiden sollte
  • Religion ist, wenn Männer unterdrücken
  • Von Luther zu Hitler
  • Christlich auch nach Dienstschluss (Zeit)
  • Ireland has confirmed it is closing its embassy to the Holy See
  • A Rift in the German-Speaking Catholic Church
  • Separation of State… From Church – Protecting Faith Founders Intent
  • Pa. Priest Faces Trial On Child Abuse Cover-Up
  • Former ambassador dismisses move to change Spain’s accord with Vatican
  • Supreme Court says Quebec ethics course is ‘neutral’ on religion, but Vatican disagrees
  • French cardinal says dialogue effort with SSPX has gone as far as it can
  • Nuncio to Ireland Pope scandalised by abuse
  • Boy Scouts sued in sexual abuse case
  • Nella mia scuola nessuno è straniero
  • Vaticano, i soldi e la guerra
  • Cardinali, il Papa mette ordine
  • Les Québécois et la laïcité – Journal Les deux Rives
  • Un espace des diversités et laïcité créé – Le Figaro
  • Cours d’éthique et culture religieuse à l’école et catéchèse à l’église
  • Europa, la nueva tierra de misión

    Kirche heute, 22.Feb. 2012

Buch: Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert (Karlheinz Deschner)

February 21, 2012 Leave a comment

Karlheinz Deschner: Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert

Inhalt:

Karlheinz Deschner, den die Kritik einen „Voltaire unserer Tage“ genannt hat, beweist hier wie in seiner monumentalen Kriminalgeschichte des Christentums, daß die Hierarchen der Kirche sich noch immer beizeiten auf die Seite der weltlichen Machthaber geschlagen haben, um ihre eigene Macht zu mehren. Und dies keineswegs nur im Altertum und im angeblich so frommen Mittelalter. Nein: heute und hier mitten unter uns geht die unmoralische Verfilzung von geistlichen und weltlichen Potentaten weiter.

Der erste der geschilderten Päpste, Leo XIII., war von dem Drang besessen, den verlorenen Kirchenstaat zu erneuern und die Macht des Heiligen Stuhls zu erweitern. Sein Nachfolger Pius X. stützte sich auf die Mittelmächte und trug zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs bei. Benedikt XV. wollte 1917 die Revolution in Rußland verhindern; doch als es anders kam, nahm er schleunig Kontakt mit den siegreichen Bolschewisten auf. Ganz im Sinne dieser machiavellistischen Tradition betätigte sich Pius XI. als Förderer Mussolinis, Hitlers und Francos.

Das größte Kapitel gilt Pius XII., der seit 1939 fast zwanzig Jahre lang im Zweiten Weltkrieg und danach Politik mit allen trieb, wenn sie nur gegen die gottlosen Kommunisten waren. Der beim Volk so beliebte Johannes XXIII. schien in allem das Gegenteil seines Vorgängers, doch mußte er auf kurialen Druck zum Beispiel das von ihm selbst zuvor geförderte Experiment der französischen Arbeiterpriester unterbinden, nachdem er Papst geworden war. Paul VI. vollends machte Schluß mit der vorsichtigen „Öffnung nach links“ und tat alles, um den Reformgeist des II. Vatikanischen Konzils im Keim zu ersticken. So wurde während seiner Regierung durch das „Pillenverbot“ die Bevölkerungsexplosion beschleunigt, und der US-amerikanische Kardinal Spellinan durfte ungerügt das Gemetzel in Vietnam als Sache Gottes preisen.

Mysteriös bleibt das nur Wochen währende Pontifikat Johannes Pauls I., dessen unverhoffter Tod gewissen Kreisen in der römischen Zentrale überaus gelegen kam und Platz machte für den seither in Gottes Namen reisenden und regierenden, Reformen verhindernden „polnischen Papst“ Johannes Paul II.
Ein gewaltiges Werk legt Deschner hier mit seiner umfassenden Zeitgeschichte der angeblich höchsten moralischen Instanz des Abendlands vor, die sich konsequent mit den schlimmsten Tendenzen unseres Säkulums verbündet und das tiefste Mißtrauen aller, die dieses Buch gelesen haben, wahrlich verdient.

Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert ist eine einbändige, aktualisierte Neuausgabe von Ein Jahrhundert Heilsgeschichte I und II.

Über dieses Buch
urteilt der Mediävist und Kirchenhistoriker
Prof. Dr. Hubert Mohr, Berlin:

„Es ist das Beste und Umfassendste, was bisher über dieses Thema geschrieben wurde … Mich beeindruckt nicht nur der großartige Stil, sondern auch die Akribie der Dokumentation. Dadurch wird das Buch solide und glaubwürdig. Niemand kann von unbewiesenen Behauptungen‘ sprechen. Kein Historiker, Publizist oder wer immer über dieses Thema schreiben will, wird künftig an diesem Werk vorbeigehen können. Es bleibt das Standardwerk!“

1878 – 1903 Leo XIII.
1903 – 1914 Pius X.
1914 – 1922 Benedikt XV.
1922 – 1939 Pius XI.
1939 – 1958 Pius XII.
1958 – 1963 Johannes XXIII.
1963 – 1978 Paul VI.
1978 Johannes Paul I.
1978 –      Johannes Paul II.

Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert ist eine einbändige, aktualisierte Neuausgabe von Ein Jahrhundert Heilsgeschichte I und II.

Autor:

Karlheinz Deschner, geboren 1924 in Bamberg. Im Krieg Soldat; studierte Jura, Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Sein Roman Die Nacht steht um mein Haus (1956) erregte Aufsehen, das sich ein Jahr später bei Erscheinen seiner Streitschrift Kitsch, Konvention und Kunst zum Skandal steigerte. Seit 1958 veröffentlicht Deschner seine entlarvenden und provozierenden Geschichtswerke zur Religions- und Kirchenkritik. Der forschende Schriftsteller lebt in Haßfurt am Main. 1988 wurde er mit dem Arno-Schmidt-Preis ausgezeichnet.

Rowohlt – ISBN: 3-498-01282-7

Kirche heute, 21.Feb. 2012 – RSS

February 21, 2012 Leave a comment

    Kirche heute, 21.Feb. 2012

  • Wertediskussion: Heimat-christlich-Abendland
  • Der Deutsche S. Heereman wird Generalvikar der Legionäre Christi
  • Scharia auf Katholisch – Die Zeit
  • Immer mehr katholische Theologinnen
  • Gauck-Nominierung: Muslimische Verbände zurückhaltend
  • Theologen: Deutschlands politische Klasse
  • Muslime bedauern Wulffs Rücktritt
  • Sudan: Strafandrohung wer predigt oder evangelisiert
  • Joachim Gauck: Ein Pastor als Bundespräsident
  • Kirche verteidigt umstrittenen Pfarrer
  • Priesternetzwerk protestiert gegen Pfarrer-Initiative und kritisiert passive Bischöfe
  • Oberster Gerichtshof Kanadas gegen die Freiheit der Eltern in der Erziehung
  • Bei neuen Kardinälen setzt Papst auf Europa
  • Giovane, tedesco, ratzingeriano. Il nuovo capo divide i Legionari di Cristo
  • Cardinali, il Papa mette ordine
  • Vaticano, i soldi e la guerra
  • Filoni: “La curia non è luogo dei misteri”
  • Pedofilia nel clero, lettera aperta al vescovo: “Siamo vittime
  • Papa Ratzinger dichiara fallimento Giovanni Avena
  • Ecco chi sceglie il prossimo Papa
  • È tornato Ruini il politico dei cardinali Marco Politi
  • Un espace des diversités et laïcité créé – Le Figaro
  • Canada : la Cour Suprême s’en prend à la liberté des parents en matière d’éducation
  • Cours d’éthique et culture religieuse à l’école et catéchèse à l’église
  • L’athéisme moderne est mort de sa belle mort
  • Faut-il éviter de se dire chrétien en politique ?
  • Refonder une laïcité républicaine – Le Monde
  • Vatican ‘bank’ isn’t really a bank
  • Boy Scouts sued in sexual abuse case
  • Why the ‘Vatican Bank’ doesn’t exist
  • Ireland has confirmed it is closing its embassy to the Holy See
  • Legion of Christ’s Women Take Drastic Measures
  • A Rift in the German-Speaking Catholic Church – Spiegel
  • Nuncio to Ireland Pope scandalised by abuse
  • Morning Catholic must-reads: 20/02/12
  • Undignified ‘wolves’ leaked documents alleging corruption: Vatican newspaper
  • Conservatieve priesters klagen verdeeldheid in Kerk aan

    Kirche heute, 21.Feb. 2012

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.