Entgegen unserer allerchristlichsten Kanzlerin: Eine zivile Gesellschaft muß ihre religiösen Eiferer einhegen. Alle, aller Religionen !

Entgegen unserer allerchristlichsten Kanzlerin:
Eine zivile Gesellschaft muß ihre religiösen Eiferer einhegen. Alle, aller Religionen !

Die Kanzlerin und die Glaubensüberzeugungen   achgut.com – Alexander Wendt

An quasi Staatsfeiertagen wie dem gestrigen ist es unmöglich, von Repräsentanten etwas anderes zu hören als einen besonders säuerlichen Sulz aus politischer Korrektheit, Denkfaulheit und Bildungsferne. Angela Merkel sagte in Wittenberg:

„Wer die Vielfalt bejaht, muss Toleranz üben – das ist die historische Erfahrung unseres Kontinents. Mühevoll wurde gelernt, dass die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben in Europa die Toleranz ist.“

Selbst wenn Glaubensüberzeugungen den eigenen Ansichten widersprächen, gelte es anzuerkennen, dass sie „für andere von zentraler Bedeutung sind“.

Nein, die historische Erfahrung unseres Kontinents – die allerdings von immer mehr Bewohnern nicht geteilt wird – lautet vielmehr: Wer eine zivile Gesellschaft haben will, muss die Religion einhegen und Grenzen der Toleranz definieren, gerade gegenüber religiösen Eiferern, die ihre Agenda der gesamten Gesellschaft aufzwingen wollen.

Entscheidend ist eben nicht, ob Glaubenssätze „für andere von zentraler Bedeutung sind“ (das sind sie beispielsweise für Salafisten mit Sicherheit), sondern, ob sie sich mit einer Gesellschaft freier Individuen vertragen. Genau das bedeutet nämlich „Vielfalt“ tatsächlich: Individualität. Die kann nur gedeihen, wenn es Leute nicht zu bunt treiben, die meinen, ein Kollektiv müsse bei Drohung mit empfindlichen Übeln dies und jenes glauben, ob religiös oder weltlich.

Die alternativlose, eifernde Merkel predigt Toleranz

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Umvolkung: Merkels Versprechen an illegale Migranten von 2015 werden wahr.

NeuEvangelisierung Europas à la Ratzinger durch Umvolkung.

2017: Le nombre de catholiques augmente partout, sauf en Europe – La Croix

Kirchliche Neu-Evangelisierung Europas – Ratzinger Papst  (currently not available)
http://ratzinger-papst-benedikt-stiftung.de/downloads/1. Kirchliche Neu-Evangelisierung Europas.pdf

Bahnhof01

Flüchtlinge mit falschen Versprechen angelockt:
Willkommenskultur oder geplante Masseneinwanderung Merkels ?
  – Epoch Times

Jetzt Abschreckungskampagne nach Willkommenskampagne:
Merkel streute „Gerüchte über Deutschland“ – Süddeutsche.de

Im Internet kursieren noch immer Gerüchte, dass die deutsche Kanzlerin bis 2017 drei Millionen Flüchtlinge nach Deutschland holen wolle. Diese und weitere verheißungsvolle Nachrichten „interessierter kirchlicher Kreise“ und staatlicher Medien wie ARD & ZDF erreichen die Menschen im Nahen Osten täglich über Fernsehen und Internet.

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Worüber deutsche Medien schweigen:

Video: Luxuriöse Einfamilienhäuser für Asylanten in NRW kurz vor Fertigstellung

http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3650621/680x382?v=1504343261000
.Prozessionsziel Deutschland „Zur Mama“ wie Merkels regierungsnahe Medien titelten
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Webseite für Flüchtlinge:
Bundesregierung kontert angebliche ‚Fake News‘ von Regierungs-Schleusern
– Spiegel

Das klerikale Räderwerk erprobter Hysterieverbreitung: Aug.1914 – Sept.2015 – Achgut.com

Das klerikale Räderwerk erprobter Hysterieverbreitung:  Aug 1914 – Sept 2015 – Achgut.com

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Entfernte Verwandtschaft: August 1914 – September 2015 – achgut.com

I. Die Grenzöffnung im Herbst 2015 war ein tiefer Einschnitt in der deutschen Geschichte. Ihre Tragweite können wir heute erst annähernd ermessen. Deutschland ist mit dieser Entscheidung zu einer Art Kanzlerinnen-Autokratie geworden. Weder das Parlament, geschweige denn die Bevölkerung, wurde zur Frage der Masseneinwanderung und ihren Folgen befragt. Die Bundestagsabgeordneten haben ihr Recht, darüber abzustimmen, nicht einmal reklamiert, sondern sammelten sich mal in stiller, mal in lauter Gefolgschaft.

Wenn auch Bundeskanzlerin Merkel und die allzu willfährigen Medien die sichtbarsten Akteure einer wohl irreversiblen Entwicklung waren, die Ereignisse im Herbst 2015 sind cduebenso als ein massenpsychologisches Phänomen zu deuten und hätten ohne die breite Unterstützung in Teilen der Bevölkerung niemals diese suggestiven Bilder erzeugen können. Für die sog. Willkommenskultur, die nicht allein ein mediales Phänomen war, kann man vielfache Erklärungsversuche finden. Ich selbst habe an anderer Stelle auf tieferliegende Motive, historische Linien und mentale Muster für ihre Entstehungsbedingungen hingewiesen (vgl. Die Eitelkeit des Guten). Nirgendwo sonst in Europa gab es diese Willkommenskultur in reiner, konzentrierter Form. Die Szenen an deutschen Bahnsteigen und vor Sammelkunterkünften können als eine massenpsychologische und massenmediale Selbstbegeisterung gedeutet werden, die einem Gefühlsrausch diente, der Politik und Moral in eins setzte und jegliche Reflexion über die Folgen bei Strafe des sozialen Ausschlusses verbot.

Gibt es ein vergleichbares Ereignis in der deutschen Geschichte, das auf Tiefenstrukturen verweist, die unabhängig von historisch völlig anderen Voraussetzungen im Kern Ähnlichkeiten hat? Es ist für mich erstaunlich, dass noch niemand die Ereignisse im August 1914 mit denen des September 2015 verglichen hat. Die Kriegsbegeisterung 1914 ist für uns ein Ereignis wie aus einem anderen, längst versunkenen Zeitalter. Für den September 2015 gilt das in gewisser Weise schon heute. Die täglichen Meldungen über die Folgen der Massenmigration in den beiden letzten Jahren lassen selbst ein so nahes Ereignis wie die Grenzöffnung hinter einem dichten Schleier verschwinden. Tatsächlich befand sich Deutschland, präziser ein Teil der deutschen Gesellschaft, vor zwei Jahren in einer Art Traumland, an das sich heute nicht einmal die eifrigsten Befürworter der Grenzenlosigkeit gerne erinnern. Wahrscheinlich will auch bald niemand mehr dabei gewesen sein.   …

1914 sollten noch alle in die Volksgemeinschaft eingeschlossen werden. Schon am 1. August rief Kaiser Wilhelm II. in Berlin die berühmten Worte: „In dem jetzt bevorstehenden Kampfe kenne Ich in Meinem Volke keine Parteien mehr. Es gibt unter uns nur noch Deutsche.“ Mit Fortgang des Krieges wurden dann vermeintlich Schuldige (Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten) gefunden, die die Einheit der Nation untergruben und den schon sicher geglaubten Sieg verhinderten.

100 Jahre später wird zwar auch die Nation als Ganzes angerufen („Wir schaffen das!“), zugleich aber von Beginn an auf die Parias im Inneren gezeigt. Pack, Dunkeldeutschland, Nationalisten, Rechtspopulisten können nicht Teil der Volksgemeinschaft, heute das „helle Deutschland“ genannt, sein. Wer die Willkommenskultur verweigerte, sah sich außerhalb der legitimen Diskursräume. Darauf stand berufliche, soziale und private Ausgrenzung.  ….

Am Ende stand im November 1918 Kapitulation und Niederlage. Ein jähes Aufwachen aus dem Traumland, ein tiefer psychischer Schock, den die Nation nicht überwinden konnte und der mit in die spätere Apokalypse führte. Wie die Kriegsbegeisterung von 1914, trotz der Propaganda des nationalsozialistischen Regimes 1939 aber nicht mehr herstellbar war, ist auch die Begeisterung des September 2015 unter keinen Umständen wiederholbar. Sie bleibt ein singuläres Ereignis der deutschen Geschichte. Einen weiteren September 2015 wird es nicht geben. Seine Folgen werden unsere Zukunft aber mehr als alles andere mitbestimmen.

Entfernte Verwandtschaft: August 1914 – September 2015 – achgut.com

Bahnhof01

ARD & ZDF vs Verband deutscher Verleger zu ‚Ausdrucksformen religiös motivierter Intoleranz‘

21/09/2017 1 Kommentar

Verleger-Präsident Döpfner zu ‚Ausdrucksformen religiös motivierter Intoleranz‘: Merkels willige Vollstrecker ARD & ZDF produzieren ‚fake news“ 

Verleger gegen ARD : Was Döpfner wirklich gesagt hat – FAZ

Der Verleger-Präsident Mathias Döpfner hält eine feurige Rede und teilt gegen die Medienpolitik, ARD und ZDF aus. Die ARD-Chefin Wille reagiert wie zu erwarten mit einem Beißreflex. Und produziert „Fake News“.

Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende von Springer und Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV), hat am Montag auf dem

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Zeitungskongress in Stuttgart eine große Rede gehalten – ein Plädoyer für die freie, plurale Gesellschaft, in dem er die Bedeutung der freien, unabhängigen Presse für diese Gesellschaft beschwor.

Döpfner betrachtete die Lage in der Bundesrepublik, in der die „Anpassung der Mehrheit an eine intolerante Minderheit“ um sich greife, womit er die Ausdrucksformen religiös motivierter Intoleranz meinte, angefangen beim Speiseplan ohne Bockwurst (Schweinefleisch), bis hin zur alltäglich gewordenen Ausgrenzung von Juden und zu offenem Antisemitismus. Islamistischen Terror, die Zunahme von Gewalt, insbesondere gegen Frauen, die Ausschreitungen beim G-20-Gipfel markierte Döpfner als Alarmzeichen für den Rechtsstaat und als Herausforderung für die Presse. Sie müsse berichten, was ist, dadurch stärke sie die freie Gesellschaft. Wie wichtig unabhängiger Journalismus ist, verdeutlichte der BDZV-Präsident nicht zuletzt durch den Verweis auf andere Länder wie die Türkei, in der rund 150 Journalisten und Abertausende Kritiker des Regimes inhaftiert wurden.

Die Aufgabe der Verleger sei, sagte Döpfner auch mit Blick auf den sich andeutenden Siegeszug der Künstlichen Intelligenz, „von historischer Tragweite“. Journalismus sei ein „Werkzeug der Freiheit“, der „Scheinwerfer der Aufklärung oder, eine Nummer kleiner, zumindest die Taschenlampe des mündigen Bürgers“. Mit seiner Taschenlampe durchleuchtete Döpfner auch die hiesigen medienpolitischen Verhältnisse, und er teilte kräftig aus. In einem Nebensatz sagte Döpfner zur Ausbreitung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet mit Textangeboten, die zu den Online-Auftritten der Verlage in Konkurrenz treten, sich anders als diese aber nicht selbst finanzieren müssen, sondern zwangsweise von allen Bürgern mit dem Rundfunkbeitrag bezahlt werden: Gäbe es „nur Staatsfernsehen und Staatspresse im Netz“ – wäre das „eher etwas nach dem Geschmack von Nordkorea“.

In dieser Polemik darf man den Zusatz „Staats-“ als Hinweis auf enge Beziehungen zwischen öffentlich-rechtlichen Sendern und der hiesigen Politik verstehen, doch kommt es erkennbar auch auf „gäbe“, „wäre“ oder „geben würde“ an. Nach dem Motto: Gäbe es nur vom Staat abhängige Medien, wäre das doch wohl eher etwas für Kim Jong-un.

Hätte, könnte, wäre – Konjunktiv, und zwar Irrealis. Von dem hat man bei der ARD offenbar noch nicht gehört. Zumindest deutet die Reaktion der ARD-Vorsitzenden und MDR-Intendantin Karola Wille darauf hin, die größte Geschütze auffuhr: „Wörter können zu Waffen werden – gerade deshalb ist ihr leichtfertiger Gebrauch so gefährlich“, sagte sie. Der BDZV erkenne „zu Recht den wichtigen Beitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu Freiheit und Demokratie in unserer Gesellschaft an. Wenn Herr Döpfner aber gleichzeitig suggeriert, in Deutschland blockiere eine ,Staatspresse im Netz‘ nach ,dem Geschmack von Nordkorea‘ die Entfaltungsmöglichkeiten der Verlage, bewegen wir uns klar im Bereich von Fake News.“ Eine solche Wortwahl bestätige, heißt es von der ARD-Vorsitzenden weiter, zudem durch Weiterleiten und Teilen in den sozialen Medien unter Berufung auf den BDZV leider Populisten, Verschwörungstheoretiker und ihre willigen Claqueure.

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, könnte man an dieser Stelle sagen, fiele die Reaktion der ARD-Chefin auf die Spitze des BDZV-Präsidenten nicht derart grob aus: Fake News, Populisten, Verschwörungstheoretiker und einen Hinweis auf Daniel Jonah Goldhagen und dessen Buch „Hitlers willige Vollstrecker“ hat Karola Wille auch noch untergebracht. Sie hat nicht genau hingehört, nicht genau gelesen hat oder lesen lassen. Sonst wäre ihr aufgefallen, dass Döpfners Gleichung nicht lautet: ARD und ZDF überall ist gleich Nordkorea, sondern Staatsfunk pur „wäre“ dergestalt.

Es könnte aber auch sein, dass die ARD-Chefin es mit Döpfners Wortwahl nicht genau nehmen, sondern davon ablenken will, dass es hier um ein entscheidendes Thema geht, über das die Ministerpräsidenten im Augenblick beraten: Es geht um die Struktur und den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und um Konsequenzen, die es hat, wenn man diesen im Internet nicht begrenzt und das Verbot „presseähnlicher“ Angebote aus dem Rundfunkstaatsvertrag streicht. Darauf dringen die Sender. Darauf dringt eine große Lobby von den Gewerkschaften bis zu den Kirchen, denen die freie, auch wirtschaftlich unabhängige Presse erkennbar weniger wert ist als der von allen per – sollen wir jetzt sagen „Zwangs-“? – Beitrag bezahlte öffentlich-rechtliche Rundfunk. Das ist das Thema. Nicht Nordkorea. Alles andere sind Fake News von der ARD.

Verleger gegen ARD : Was Döpfner wirklich gesagt hat – FAZ

 

Primat der deutschen Ajatollahs: Das Kirchenasyl der Christlichen Scharia schützt abzuschiebende Migranten und wird vom Staat geduldet. – RP

Primat der deutschen Ajatollahs:
Das Kirchenasyl der Christlichen Scharia schützt abzuschiebende Migranten und wird vom Staat geduldet
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Knapp 100 Fälle in NRW. Kirchengemeinden schützen Flüchtlinge vor Abschiebung

Düsseldorf. Noch immer suchen Flüchtlinge, denen die Abschiebung droht, in Kirchen Zuflucht. In vielen Gemeinden Nordrhein-Westfalens haben die Fälle zugenommen. Das Kirchenasyl wird vom Staat respektiert.
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Die Kirchengemeinden in Nordrhein-Westfalen gewähren derzeit rund einhundert Flüchtlingen Kirchenasyl, um sie vor der Abschiebung zu schützen. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, befinden sich mindestens 98 Asylbewerber in der Obhut der Kirchen, bei der Evangelischen Kirche im Rheinland ist der Andrang mit 66 Flüchtlingen besonders hoch.
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„Seit 2015 haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt“, sagte ein Sprecher der Kirche Rheinland. Gründe für die steigenden Fallzahlen seien unter anderem eine immer striktere Abschiebepolitik sowie die prekäre Situation in anderen EU-Staaten wie Italien, Ungarn oder Bulgarien.
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Auch im Bistum Paderborn lässt sich nach Auskunft der Kirche in diesem Jahr ein Anstieg bei den Asylfällen feststellen. „Anfragen zu Beratungen von Kirchengemeinden zum Thema Kirchenasyl sind, analog der steigenden Zahl drohender Rückführungen, aktuell steigend“, bestätigte auch ein Sprecher des Erzbistums Köln.
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Die Zahl der Flüchtlinge, die tatsächlich ins Kirchenasyl aufgenommen wurden, habe sich in Köln seit 2015 allerdings nicht deutlich verändert. Ohnehin sind die Unterschiede in NRW je nach Kirchengemeinde und Region erheblich. So befindet sich im Bistum Essen derzeit niemand im Kirchenasyl, im Bistum Aachen ist es nur ein Asylbewerber.
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Kirchenasyl wird vom Staat respektiert
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Zwar gibt es für die Gewährung des Kirchenasyls keine gesetzliche Grundlage. „Asyl zu gewähren, obliegt ausschließlich dem Staat“, betonte das Integrationsministerium NRW. Dennoch werden Kirchenasyle von der Polizei und anderen staatlichen Stellen respektiert. Abschiebemaßnahmen werden dann solange ausgesetzt, bis der Asylantrag erneut überprüft wurde. Nach Angaben des Integrationsministeriums wurde diese Regelung zuletzt durch einen Erlass im Juni 2017 bekräftigt.
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„Dennoch ist jeder Fall auch eine große Belastung für diejenigen, die über ein solches Kirchenasyl entscheiden“, sagte Peter Iven von der Evangelischen Landeskirche im Rheinland. „Immerhin ist es ein Akt zivilen Ungehorsams und dafür muss man im Zweifel auch grade stehen.“
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Aktuell zählt die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ bundesweit 351 Fälle mit 551 Asylbewerbern. Die meisten Kirchenasyle sind sogenannte Dublin-Fälle, bei denen die Abschiebung in ein anderes EU-Land geprüft wird. In vielen Fällen führe die erneute Prüfung zu einem dauerhaften Aufenthalt, sagte Iven von der Landeskirche im Rheinland. „Die Erfolgsquote liegt bei 80 bis 90 Prozent.“
(lnw)

Fragen an Gläubige und Andersdenkende – Tichys Einblick

 Fragen an den Islam – und Andersgläubige  Tichys Einblick

Warum wird die geistige Auseinandersetzung mit dem Islam nicht geführt? Weil sich die westlichen Gesellschaften weigern, den Islam als generelles Problem anzusehen. Weil nicht nur der Glaube an Allah sondern jeder Glaube vom kritischen Diskurs suspendiert ist; Religion muss sich nicht rechtfertigen. Ich halte dies für falsch. Wer sich gegen den Islam behaupten will, muss kritische Fragen an Religion überhaupt stellen.

I.

Eines der ältesten und verhängnisvollsten Vorurteile besagt, Atheisten seien weniger moralisch als Gläubige. Der Glaube mache Menschen zu besseren Menschen. Dies glaubt sogar die Mehrzahl der Menschen in säkularen Gesellschaften wie China, Holland oder Australien, wie gerade eine Studie mit 3.500 Personen in 13 Ländern unter Leitung des Psychologen Will Gervais von der University of Kentucky bestätigt (veröffentlicht in Nature Human Behavier). Dem Ungläubigen wird mehr misstraut als dem Gläubigen. Man traut ihm eher Untaten zu. Der unmoralische Atheist ist ebenso ein Stereotyp wie der fromme, gute Gläubige. Diese Gutgläubigkeit ist so alt wie die Religion selbst und bis heute von enormer Wirkungsmacht.

II.

Götterglaube banne das Böse im Menschen, glaubte schon Platon (der als erster eine Diktatur von Gutmenschen ersann und damit scheiterte.) Aber auch diese Erkenntnis ist nicht wahr ohne ihr Gegenteil.

Der Gläubige müsse sich keine Gedanken mehr darüber machen, was Gut und Böse ist, solange er nur seinem Glauben folge. Wer dies glaubt, hält das Gewissen für eine Instanz des Glaubens. Das ist falsch. Jeder Mensch, auch der Atheist, hat ein Gewissen. Das Gefühl für Gut und Böse entwickelt sich schon im Säuglingsalter. Der Ungläubige delegiert nur die Maßstäbe seines Handelns nicht an eine höhere Autorität. Verantwortung steht vor Gesinnung.

III.

Religionen entstanden, um in Gruppen und Gesellschaften Zusammengehörigkeitsgefühl und Vertrauen zu stiften. Der Andersgläubige oder Nichtgläubige gehörte nicht dazu. Ihm begegnete man mit Misstrauen. Man traute ihm Bösartigkeit zu. So wurde der Ungläubige schnell zum Unmenschen. Also muss sich der Glaubensstarke nur innerhalb der eigenen Gemeinschaft moralisch verhalten. Der Ungläubige darf unmoralisch behandelt werden, weil er nicht dazu gehört, es nicht besser verdient.

IV.

Götter wurden geschaffen, weil Menschen die Endlichkeit ihres Lebens nicht anders ertragen können. Alle Religionen offerieren ein Leben nach dem Tod. Die irdische Existenz ist nur Vorbereitung darauf. Die Perfidie von Religion besteht darin, das große Versprechen an Gehorsam auf Erden zu knüpfen. Wenn jemals etwas das Böse auf der Welt befördert hat, dann der Irrglaube, es komme letztlich nicht auf das Glück auf Erden an.

V.

Was sich über Religionen sagen lässt, gilt freilich auch für die Ersatzreligionen in weitgehend säkularen Gesellschaften, vom Kommunismus über den Nationalismus bis zum Ökologismus grüner Weltverbesserer.

Die schlimmste Ersatzreligion ist diejenige, die die eigene Moral vergöttert. Die Kirche der Moralisten beruht auf der Hybris, die Welt retten zu können und zu wissen, wie man sie von allen Übeln erlöst.

VI.

Religion wird zu Anmaßung, wenn sie dem Menschen das Denken verbietet. Der Gläubige darf unreflektiert, naiv, ja dumm sein. Das ist ein Teil der Attraktivität von Religion: Sie hebt den Geistesschwachen. Er muss nicht reflektieren, nur glauben. Frömmigkeit erfordert keinerlei geistige Leistung. Die Schwachen im Geiste finden sogar leichter ins Himmelreich. Tröstlich für sie. Unbedarftheit aber ist keine moralische Qualität. Der Fromme ist nicht automatisch gut. Vor diesem Fehlschluss ist keine Religion gefeit. Auch keine Ersatzreligion.

VII.

Das Dumme an Religionen und Ersatzreligionen jeder Art ist, dass über Glaubensinhalte nicht diskutiert wird. Sie müssen nicht begründet werden, sondern sind gesetzt. Über ihre Moral wollen die Gläubigen so wenig streiten wie über ihre Dogmen. Was etwa im Koran steht, gilt als unbestreitbar richtig und verpflichtend. Notfalls wird Religion zu Wissenschaft verklärt – oder Wissenschaft zu Glauben.
Religion ist also oftmals Entmündigung. Der Gläubige jedweder Religion oder Ersatzreligion merkt es nur nicht. Er steckt im Käfig seiner Selbstgerechtigkeit. Glaubensstärke ersetzt Vernunft und Menschenfreundlichkeit.

VIII.

Die Ungläubigen, die weder an Allah noch an ihre Nation und schon gar nicht an die Absolutheit ihrer Moral glauben, sind keine schlechteren Menschen. Sie verschließen sich keineswegs der Logik von Wertesystemen. Der kategorische Imperativ Kants – „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“ – kommt gänzlich ohne Glauben aus. Und ist dem moralisierenden, pseudoreligiösen „humanitären Imperativ“ einer Angela Merkel dennoch weit überlegen.

IX.

Zurück zur Ausgangsfrage. Schützt Glauben vor dem Bösen? Ist Gott das Gegenteil des Teufels? Beide hat der Mensch nach seinem Ebenbild erschaffen. Die Umkehrung von Mephistos berühmtem Satz aus Goethes Faust gilt für Gott: Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft. Dieser Satz gilt beispielsweise auch für den Islam.

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Wolfgang Herles ist Schriftsteller und (TV-) Journalist, er schrieb zuletzt Die Gefallsüchtigen in dem er das Quotendiktat der öffentlich-rechtlichen Medien und den Populismus der Politik attackiert.

Quelle: Fragen an den Islam – und Andersgläubige

Missbrauch an Kindern in den Kirchen hier sichtbar gemacht. – ze.tt

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