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Wider die Heuchelei der katholischen Kirche – Süddeutsche Zeitung

Wider die Heuchelei der katholischen Kirche (Süddeutsche Zeitung)

25.08.2011, 11:03 Von Michael Frank, Wien
Offene Rebellion im Klerus der Alpenrepublik: Hunderte österreichische Priester wollen Papst und Bischöfen den Gehorsam verweigern. Erstmals in so großer Zahl verlangen Geistliche zeitgemäße Antworten auf die Kommunion für Geschiedene, Frauen in Kirchenämtern und das Tabu von Priester mit Frauen und Kindern. Ein Erzbischof droht mit Kirchenausschluss als Antwort auf das Menetekel.
Offene Rebellion im Klerus der Alpenrepublik: Hunderte österreichische Priester wollen Papst und Bischöfen den Gehorsam verweigern. Erstmals in so großer Zahl verlangen Geistliche zeitgemäße Antworten auf die Kommunion für Geschiedene, Frauen in Kirchenämtern und das Tabu von Priester mit Frauen und Kindern. Ein Erzbischof droht mit Kirchenausschluss als Antwort auf das Menetekel. Im Klerus der katholischen Kirche Österreichs herrscht offene Rebellion. Ein hoher Geistlicher orakelt gar über eine bevorstehende „Kirchenspaltung“, denn erstmals wollen Priester in großer Zahl Papst und Bischöfen ausdrücklich den Gehorsam verweigern.
Die bislang gut 300 Geistliche umfassende „Priesterinitiative“ ist der „hinhaltenden“ Taktik der Amtskirche müde und fordert Revolutionäres: Laien sollen predigen und Gottesdienste leiten; wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion empfangen; Priester, die gegen die Kirchenregel Frau und Kinder haben, sollen als Seelsorger arbeiten; Frauen sollen wichtige Aufgaben übernehmen und zu Priesterinnen geweiht werden.

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Evangelische Kirche über Adolf Eichmann: „Grundanständige Gesinnung“ – SPIEGEL

Evangelische Kirche über Adolf Eichmann: „Grundanständige Gesinnung“ – SPIEGEL ONLINE

Adolf Eichmann war der Organisator des Holocaust – trotzdem fand die Evangelische Kirche in den sechziger Jahren lobende Worte für ihn. Nach SPIEGEL-Informationen wurde der Massenmörder in einem Brief an den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland als „Mann mit gütigem Herz“ beschrieben.
Das Schreiben ist rund 50 Jahre alt, doch es wirft kein gutes Licht auf die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Nach SPIEGEL-Informationen hat sich der Rat der EKD 1960 bei der Bundesregierung unter Konrad Adenauer für den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann eingesetzt. Das geht aus Akten im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes hervor. Darin findet sich ein Schreiben des Linzer Superintendenten Wilhelm Mensing-Braun an das kirchliche Außenamt in Frankfurt am Main. Der Superintendent bescheinigte dem im österreichischen Linz aufgewachsenen Massenmörder Eichmann eine „grundanständige Gesinnung“ , ein „gütiges Herz“ und „große Hilfsbereitschaft“.

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