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Archive for September 2011

Peer Steinbrück: Laizismus für säkulares Europa ist Verpflichtung – Der Spiegel

Steinbrücks Buchkritik, die auch seine politischen Überzeugungen wiedergibt zu: Heinrich August Winklers „Geschichte des Westens“ (1914-1945) folgt durchaus den Überzeugungen Helmut Schmidts, dass der Machtanspruch Roms der Aufklärung bis in unsere Tage  im Wege steht. (Spiegel,26.9.2011)

Steinbrück zu Winkler (Zitate):
„Seine Klammer ist das „normative Projekt des Westens“, dessen Grundlage die Ideen der Amerikanischen und Französischen Revolution Ende des 18.Jahrhunderts bilden. … Während der Faschismus in seinen Varianten hinter das Erbe von 1789 zurückkehren wollte, übersteigerten die Bolschewisten die Ideen der Französischen Revolution zu einer Diktatur der Gleichheit. …. Den Ideen von 1789 wurden mit Beginn des Ersten Weltkriegs die Ideen von 1914, die autoritären Ideale des deutschen Kultur-, Macht- und Obrigkeitsstaates entgegengesetzt. Winkler greift für seine Betrachtung der Jahre 1914 bis 1945 den Vergleich zum Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 auf. ….Jahre 1919 bis 1939 von den allermeisten Europäern und Nordamerikanern nicht als Kriegszustand wahrgenommen wurden. …..

Für Deutschland jedenfalls ist die Formel vom zweiten Dreißigjährigen Krieg, die sich in der historischen Forschung seit längerem etabliert hat, schon deshalb einleuchtend, weil Deutschland beide Male, in der ersten Hälfte des 17. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, im Mittelpunkt der Verursachung und des Geschehens stand. …. einer strategisch gezielten Verwüstung von ganzen Landstrichen führte – was die verantwortungslosen und ignoranten Generalstäbler 1914 hätten wissen müssen. …. Nachdem sich die Verantwortlichen für die Niederlage in die Büsche geschlagen hatten, mussten demokratische Politiker den Waffenstillstand und den Friedensvertrag unterzeichnen.Das lieferte den nationalkonservativen und reaktionären Kräften die Munition für eine Gleichsetzung von Demokratie und Niederlage. …..

Nährbodens, aus dem Hitler und die Nazis hervorgingen siehe:
In seinem lesenswerten Buch Salon Deutschland Geist und Macht 1900 1945 hat Wolfgang Martynkewicz den Einfluss dieser Propagandisten der Herrschaft des neuen Menschen als geistige Wegbereiter der Machtergreifung am Beispiel des Münchner Verleger-Ehepaares Bruckmann aufgezeigt, in dessen Salon Hitler 1924 das erste Mal auftrat. Es war dieser Geistes- und Bürgeradel, der die Konfrontation zwischen westlicher Zivilisation (Aufklärung, parlamentarische Demokratie, Vernunft) und deutscher Kultur (Innerlichkeit, Haltung, heroische Moral) betrieb und Deutschland den Eintritt in die Moderne versperrte.

….und konstatiert, dass die Reichsidee zur wichtigsten Brücke zwischen dem bildungsbürgerlichen Deutschland und Hitler wurde, der seinerseits den Nationalsozialismus zur extremen Ausformung des antiwestlichen Ressentiments steigerte. ….hat mit der Verschleppung der Freiheitsfrage im 19. Jahrhundert zu tun, aber auch mit der tiefsitzenden Angst der Deutschen vor einem Bürgerkrieg, die seit den Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs im kollektiven Gedächtnis verankert ist. …… Hitler erschien auch und gerade den alten Eliten in der Abwehr eines bolschewistischen Umsturzes als ein Ordnungsfaktor …. (und ihrer) endlosen Duldung fortschreitender Verletzungen der Versailler Friedensordnung durch Hitler …… konnten allenfalls zwei Länder als demokratisch verfasst bezeichnet werden die Tschechoslowakei und Finnland. …..

„Warum die Deutschen? Warum die Juden?“ Aly sucht den Weg nach jenen subjektiven Dispositionen, die dazu führten, dass Deutsche den Massenmord an Juden aktiv betrieben, billigten oder hinnahmen. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Selbstemanzipation der Juden im Deutschen Reich seit 1871, der die Deutschen hinterherhinkten. Daraus habe sich ein Neidkomplex entwickelt, Neid der Deutschen auf die überproportional erfolgreichen Juden, ihre Bildung, ihr kaufmännisches Geschick, ihre Intellektualität, ihre wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen, ihre Weltläufigkeit. Dieser Neidkomplex steigerte sich zu einem Judenhass: „Der Neidhammel sucht den Sündenbock.“ …..

Indem sich die deutsche Gesellschaft aus Gründen, die eng mit der Niederlage von 1918 zusammenhingen, einer Öffnung gegenüber der politischen Kultur des Westens verweigerte, verfiel sie einem Emanzipationsdefizit und blieb dem Obrigkeitsstaat verhaftet. Gemeinschaft statt Gesellschaft, das kollektive Erlebnis statt eines Aufbruchs zu individueller Freiheit. Ist das Ausdruck oder Folge gescheiterter Revolutionen in Deutschland? ……
( Die Prinzipien religiösen Glaubens und ihre Verfechter obsiegten … im gottestaatgleichen Obrigkeitstaat des Nationalsozialismus.)

Es dauerte nach 1945 ebenfalls fast ein halbes Jahrhundert, ehe mit der Wiedervereinigung der deutsche Sonderweg an sein Ende kam und die neue Bundesrepublik zu einem postklassischen, das heißt in internationale Organisationen eingebundenen demokratischen Nationalstaat werden konnte. Vor dieser Bundesrepublik muss kein Nachbar mehr Angst haben. Aus Winklers Perspektive endete 1945 die deutsche Auflehnung gegen das normative Projekt des Westens, die lange vor 1933 begonnen hatte. …..

Heinrich August Winkler hat dazu mit dem zweiten Band seiner Geschichte des Westens im Rückblick auf den Dreißigjährigen Krieg von 1914 bis 1945 einen wichtigen Beitrag geleistet.

Die Politik muss ihren in die Zukunft gerichteten Beitrag noch liefern. „

Der Kniefall der Politik im Reichstag vor dem Papst ermutigt keineswegs …

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Laizismus: Menschenrechte korrigieren römisches Recht

Vorträge – Menschenrechte als Korrektiv des kirchlichen Rechts

Einleitende Bemerkung
Das Thema „Menschenrechte als Korrektiv des kirchlichen Rechts“ setzt bereits ein bestimmtes Vorverständnis voraus. Es geht erstens davon aus, dass es ein kirchliches Recht gibt und dass ein solches eigenes Recht ein legitimer Aspekt der Kirche ist; andernfalls müsste es ja nicht um die Korrektur des kirchlichen Rechts, sondern gleich um seine Abschaffung gehen.

GegenEvangelisation – Abschaffung von christlicher Zeitrechnung und Religionsunterricht – BBC

CH: Kanton streicht Beiträge an kirchliche Zeremonien und beabsichtigt die Streichung der Beiträge für Religionsunterricht

Bishops‘ outcry as BBC drop BC and AD

The BBC has defended a decision to drop the terms BC and AD in preference of CE and BCE, despite criticism from bishops. Aaqil Ahmed, head of the BBC’s religion and ethics department, said of the decision: „it is appropriate that we … do not offend of alienate non-Christians“. Archbishop Vincent Nichols of Westminster said: „I think most people would be happy with the traditional dating system which has served us well for 1,500 years.“ Anglican Bishop Michael Nazir Ali called the move a „dumbing down of the Christian basis of our culture“….

Wissenschaftsministerin Schavan trommelt für ein Bibelstudium – Stiftung Bibel und Kultur

Wissenschaftsministerin Schavan will Jugend auf Bibel neugierig machen

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan (CDU), will sich als neue Kuratoriumsvorsitzende der ökumenischen Stiftung Bibel und Kultur für die Verbreitung der Heiligen Schrift einsetzen. Die Stiftung werde sich in den nächsten Jahren darum bemühen, «vor allem junge Menschen neugierig auf die Bibel zu machen», sagte Schavan laut einer Mitteilung der in Stuttgart beheimateten Organisation vom Dienstag.

Erzdiözese zieht Gelder der Kirchengemeinden ein, um Missbrauchsopfer zu entschädigen – National Catholic Reporter

Erzdiözese zieht Gelder der Kirchengemeinden ein um Missbrauchsopfer zu entschädigen | National Catholic Reporter

DUBLIN — The Dublin Archdiocese has admitted that money from parishes has been transferred into a special fund used to compensate victims of clerical sex abuse. However, Archbishop Diarmuid Martin insisted that „none of the funds that have come from parishes have been used for that (compensation) as yet.“ Information about the transfer became public after minutes of a May meeting of the Council of Priests were leaked and published in The Irish Catholic newspaper Sept. 22. The minutes revealed that the fund used to cover the cost of abuse claims is running a deficit.

The minutes reported that „it is proposed that the deficit is eliminated by donations from parishes with cash surpluses.“ „Significant progress has been made to date, with almost 40 percent of the targeted amount generously donated,“ the minutes said. In an interview with Irish state radio, Archbishop Martin confirmed that money from parishes had been transferred to the general fund which, he said, „is used for many purposes, not exclusively for covering clerical sexual abuse.“ He said he was unsure how much money the diocese will need to compensate clergy abuse victims.

„There are more and more claims coming in because more and more people were abused by priests,“ he said. Archbishop Martin also said he had „a responsibility to see that people who were abused within the church community are comforted and supported.“ The most recent figures from the archdiocese were released early in 2011 and show that 172 civil actions from people alleging abuse have been filed against 44 archdiocesan priests; 117 cases have resolved at a cost of $18.2 million, with 55 remaining to be settled.

Ich klage Papst Benedikt XVI. an (Prof. Uta Ranke-Heinemann)

Hasspredigt – Benedikts wenig friedvolles Verständnis von „Religionsfreiheit für alle Menschen unter der Sonne“ – FAZ

Predigt des Papstes gegen Andersgläubige spaltet eine friedliebende Gesellschaft der Liberté, Ègalité et Fraternité – eine Hasspredigt – FAZ.NET

KATHOLISCHE MISSION – NEIN DANKE

Papst zu Katholiken: „Ihr seid das Licht der Welt“. Alle anderen sind für ihn wohl finstere Gesellen.
Benedikt ekstatisch zu Jugendlichen: „Wagt es, glühende Heilige zu sein“ –
Das Bild der Heiligen werde oft von den finsteren Gesellen verzerrt,
so als „ob heilig zu sein bedeute, weltfremd, naiv und freudlos zu sein“. –

Der Papst maßt sich an, die Ordnung und Werte der Welt im katholischen Sinne schärfen zu müssen. – Ein absolutistischer Wirrkopf, dessen krimminelle Energien – siehe nachgewiesene, weltweite Unterstüzung der katholischen Pädophelie – vor den Den Haager Gerichtshof gehören. Der französischen König wurde geköpft, wie wir wissen. Den Haag wird die angemessene Bestrafung für den Bischof von Rom finden.

– Die KATHOLISCHE MISSION wird finanziert durch die milden Gaben deutscher Steuerzahler –

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