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Wie die Kirche den Nazi-Fluchtweg Eichmanns organisierte – Der Standard

Wer Adolf Eichmann tatsächlich zur Flucht verhalf

The role of  „Hitler’s intelligence chief Reinhard Gehlen“, the founder of germany afterwar secret service . „All studies [of the post-WWII Nazi networks] have shown the determining role played by the [Roman] Catholic Church in the flight of war criminals.“

Auf der Rattenroute

Wie heute bekannt ist, gelangte er mit Hilfe des Pfarrers von Sterzing über die österreichische Grenze nach Südtirol, wo er im Franziskanerkloster Bozen untergebracht wurde. Im Jahre 1950 hatte er genug Ersparnisse zusammen, um mit Hilfe deutsch-katholischer Kreise um den österreichischen Bischof Alois Hudal im Vatikan über Italien entlang der sogenannten Rattenlinie nach Argentinien auszuwandern. Eichmann gab sich als Riccardo Klement aus. Dieser Name stand auch in seinem Flüchtlingspass des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genua. Einige Zeit später holte er seine Familie nach.

Ich bin schon vier Jahre Mitarbeiter im Gedenkort Schloss Hartheim, Oberösterreich. Dort mordete Franz Stangl, ein Massenmörder in der NS Euthanasie zuerst in „der Mörderschule Hartheim“ [Zitat S.Wiesenthal], dann in der Aktion Reinhard verantwortlich für die Ermordung von 900 000 Juden, er gelangte auch auf der Rattenroute des Vatikan und des Bischof Hudal nach S-Amerika wie viele andere auch.

Bisher keine Distanzierung

Der Papst, der Vatikan hat sich niemals von dieser Klosterroute-Rattenroute distanziert, ihre Drahtzieher niemals verurteilt oder ihre Verbrecher geahndet, gestraft, sich von ihnen distanziert oder sie exkommuniziert.Der Vatikan hat sich auch niemals entschuldigt für die verbrecherischen Machenschaften von Bischof Hudal und dieser ist niemals von weltlichen Gerichten zur Verantwortung gezogen worden. Das halte für ein noch größeres Verbrechen als das Schweigen des Papstes Pius XII zum Holocaust. Bischof Hudal und seine Protektoren mit ihrer Rettung der NS Massenmörder sind ein höhnischer Schlag in das Gesicht des Judentums und aller Menschenrechte und wird im common sense der UNO und aller zivilisierter Menschen – mit wenigen Ausnahmen – einfach hingenommen und toleriert.

Der Vatikan hat anscheinend durch diese Fluchthilfe nichts an moralischer Autorität eingebüßt. So fügt sich dieses Verschweigen und die Toleranz gegenüber diesen Verbrechern der NS Massenmorde ein in die Reihe der Verlogenheit und Verschlagenheit des Vatikans wie wir sie aus der Geschichte beim Franco Regime, bei der Ustaschabewegung in Kroatien und bei Prälat Tiso in der Slowakei in der Vergangenheit und im Missbrauchskandal der Gegenwart erleben mussten.

Ich kann mich vom Verdacht nicht lösen, -sit venia verbis-, dass der Vatikan bei Adolf Eichmann klammheimlich und unbewusst froh war, dass auch für die Kirchenführung endlich die lange Tradition des eigenen Antisemitismus durch die NAZIS, vor allem durch Adolf Eichmann, es „zur Endlösung der Judenfrage“ gekommen war.

Demütigung für die Opfer

Alle späteren Erklärungen von Papst und Konzil zum Holocaust, die in Friedenszeiten keinen Mut mehr gebraucht haben und opportun waren, halte ich für Makulatur, solange diese giftigen Wurzeln nicht radikal entfernt werden, ja noch vielmehr für einen Zynismus, der die Opfer zutiefst demütigen muss. Wegen dieser Verbrechen der Nazi Mörder Rettung spreche ich der ganzen Kirchenhierarchie jedes Recht ab, in ethischen Fragen ihre Stimme erheben zu dürfen. Massenmörder zu schützen, sie der Gerechtigkeit zu entziehen halte ich für das gleiche Verbrechen wie den Mord selbst. (Leser-Kommentar, Michael Pammer, derStandard.at, 12.12.2011)

Info – zum Nachlesen    Nazi-Fluchtweg Südtirol

Die Rolle von
„The American Association of SMOM“ ,
„The Role of Felix A. Morlion“ ,
„The American-Italian Conneclion“ and
„Hitler’s intelligence chief Reinhard Gehlen“, the founder of germany afterwar secret service

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  1. René Pfeiffer
    27/07/2014 um 00:09

    Viele der in diesem Beitrag gemachten Äußerungen kann ich im Augenblick nicht verifizieren und will mich deshalb auch zum Gesamtbeitrag nicht äußern.
    Allerdings muß um der Wahrheit willen gesagt werden, daß die Behauptung, Pius XII. hätte zum Holocaust geschwiegen, eine längst von (seriösen) Historikern widerlegte Lüge ist.
    Pius XII. hat sich sehrwohl sehr deutlich geäußert und mußte von Personen aus seinem Umfeld immer wieder gebremst werden. So hat er es vermieden, z. Bsp. Hitler persönlich anzugreifen, weil damit dem Sturm der Synagogen der Sturm auf die Kirchen gefolgt wäre. Wem hätte das genützt – weder den Juden noch den Christen. Pius XII. hat überaus klug gehandelt, und das ermöglichte es ihm, vielen Juden ganz praktisch zu helfen und unzähligen das Leben zu Retten (nachzulesen u.a. in „Rom und die Juden“)
    Das was der Autor obenstehenden Artikels tut ist Rufmord an einem Menschen, der viel für das jüdische Volk getan hat und auch sein eigenes Leben riskierte, denn was hätte letztlich die Nazis von einem 2. „sacco di Roma“ abhalten sollen – die Hellebarden der Schweizer Garde???
    Schlußendlich: Nach Ende des Krieges konvertierte der damalige jüdische Oberrabiner Roms zum Katholizismus, wie er persönlich zu tiefste beeindruckt war vom Glaubenszeugnis Pius XII., also durch das, was jener Papst aus seinem Glauben heraus für das jüdische Volk getan hat.

  2. 16/01/2012 um 20:22

    Gefaellt mir sehr der Blog. Tolle Themenwahl.

  1. 10/08/2014 um 10:19
  2. 31/12/2013 um 08:51

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