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Religiöse für den Missbrauch des Elternrechts und gegen das Kindsrecht

Bundestagsabstimmung:
Religiöse für den Missbrauch des Elternrechts und gegen das Kindsrecht     – hpd

OBERWESEL/BERLIN. (hpd/gbs) Der Deutsche Bundestag hat mit breiter Mehrheit dem fraktionsübergreifenden Antrag zur „Rechtlichen Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen“ zugestimmt. „Ein Armutszeugnis für den säkularen Rechtsstaat“, meint gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon in seinem Kommentar.

Es war leider nicht anders zu erwarten: Die Bundestagsabgeordneten haben mehrheitlich einem von CDU/CSU, SPD und FDP eingebrachten Entschließungsantrag zugestimmt, mit dem die Bundesregierung beauftragt wird, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die die religiös motivierte Vorhautbeschneidung minderjähriger Jungen in Deutschland erlaubt. Die dringenden Appelle deutscher und internationaler Kinder- und Jugendärzte, die in Bezug auf die rituelle Vorhautbeschneidung von einem „erheblichen Trauma“ sprechen (siehe u.a. den Bericht der „Frankfurter Rundschau“ und die Pressemitteilung des Verbands der deutschen Kinder- und Jugendärzte) verhallten ebenso ungehört im Raum wie die glasklaren Argumentationen zahlreicher Juristen, die die rituelle Vorhautbeschneidung als illegitime Körperverletzung und Verstoß gegen die Selbstbestimmungsrechte der betroffenen Jungen auswiesen (siehe hierzu u.a. das Urteil des Kölner Landgerichts, das die Debatte auslöste, den Grundsatzartikel zur fraglichen Rechtmäßigkeit der Knabenbeschneidung von Prof. Dr. Holm Putzke sowie den Kurzkommentar von Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf).

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