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Kirche heute, 24. Juli 2012

    Kirche heute, 24. Juli 2012  (de)  (en)  (it)  (fr)

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Panik: Religiöse drohen dem säkularen Rechtsstaat Deutschland ?

24/07/2012 2 Kommentare

Nicht-religiöse Andersdenkende pflegten keine ernsthaften Lebensentwürfe heißt es in der neuesten Beschneidungsdebatte, geführt von der Theolounge. Der Spiegel dagegen feiert die Debatte eher als Einen großen Schn(r)itt für den Rechtsstaat.

Die Ernsthaftigkeit der Mehrheit der Bürger im säkularen Rechtsstaat Deutschland orientiert sich an ihrer Verfassung und Gesetzen, die absolutistische Vergangenheit und ihren grausamen christlichen Anteil  hinter sich lassend. Aufklärung und Humanismus bedeuten ihnen mehr als unter den Talaren gehütete Traditionen, mögen sie noch so alt sein.

Es gibt einen Fortschritt in der sozialen Entwicklung der Menscheit an den die aufgeklärte Mehrheit glaubt – ohne eifernde Religionsbesessenheit und Mission durch die  ‚mächtigen Kirchen‘.

Staat und Gesellschaft sollten die Loyalität der religiösen Bürger nicht auf’s Spiel setzen.  (Josef Bordat)
Der Wunsch nach einer passgenauen, unauffälligen Religiosität, wie ihn 90 Prozent der Deutschen mit Blick auf die rituelle Beschneidung äußern, widerspricht nicht nur der offenkundigen Tatsache, dass Judentum und Islam älter sind als der säkulare Rechtsstaat, sondern vor allem auch dem Umstand, dass es Juden und Moslems mit ihrer Religion ernst meinen. Ernsthaft eine Überzeugung leben zu wollen, scheidet heute offenbar von vorne herein als möglicher Lebensentwurf aus. Meinungen muss man heute – je nach Stimmung – ein- und ausknipsen können wie Nachttischlampen. Sonst gilt man schnell als „intolerant“.

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