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Kirchensteuer und Religionsunterricht sind Treiber eines gottesstaatlichen Anspruchs

26/10/2012 1 Kommentar

Kirchensteuer und Religionsunterricht sind Treiber eines gottesstaatlichen Anspruchs – ZEIT

Weg mit Kirchensteuer und Religionsunterricht!  – Die Zeit

Die Kirche würde an moralischer Integrität gewinnen, wäre sie stärker vom Staat getrennt, schreibt Leser Martin Ross. Ein gutes Beispiel dafür lieferten freie Gemeinden.

Seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts über die Kirchensteuer bekommt das Thema Kirchensteuer wieder verstärkt Aufmerksamkeit. Dabei ist die Steuer nur das sichtbarste Phänomen der fragwürdigen Verbindung von Glauben und Staat. Ich bin Christ, habe Theologie studiert, das Vikariat absolviert und wäre beinahe Pfarrer geworden. Derzeit arbeite ich als Gemeindepädagoge in einer evangelischen Gemeinde.

Das Geld zur Finanzierung ihrer Aufgaben sollten die Kirchen selbst eintreiben. In der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens existiert mit dem sogenannten Kirchgeld ein Modell, das übernommen werden könnte. Die Kirchen würden an Glaubwürdigkeit gewinnen, denn bisher wird man durch die Taufe – immerhin ein heilsvermittelndes Sakrament in den beiden großen christlichen Kirchen – ein Mitglied der Gemeinde und damit kirchensteuerpflichtig. Böse Zungen könnten es ein „Sakrament gegen Bezahlung“ nennen. Zumindest den Protestanten könnte die Steuer an Luthers Kampf gegen den Ablasshandel erinnern. Auf die Ausgleichszahlungen sollte alleine deshalb verzichtet werden. Das Geld könnte stattdessen den dauerklammen Kommunen zugute kommen. Die Kirche würde so an moralischer Integrität gewinnen.

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