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Angst, wie zur Zeit der Judenverfolgung

Gladios heimlicher ‚dirty war‘ ?  Die NSU-Migrantenmorde

Sind die Zarnajews, Breiviks, Tschäpes und Merahs – aus dem Blickwinkel Hanna Arendts unfreiwillige Marionetten – gar Opfer eines unbekannten, internationalen Regimes ? ….
Oder eher wohlmeinend:  „Aus allen Wolken ihrer Ahnungslosigkeit“ sei die Bundesrepublik gefallen, stellte der Publizist Ralph Giordano kürzlich fest.“

Woran mich das OLG München erinnert ….
Herauspauken der Seinen in kontrollierter Öffentlichkeit

1969: Bei meiner Polizei-Rechtsausbildung (konkret UZwG) hieß es bei einem möglichen Waffeneinsatz immer wieder: „Draufhalten, ‚unsere Staatsanwälte und Richter‘ pauken Euch schon raus.“ und “ Jeder Schuß ein Russ, jeder Stoß ein Franzos“ – UZwG: Gesetz über den unmittelbaren Zwang bei Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes. – Es gab auch umsichtige Ausbilder.
Der Rechts-, Ordnungs- aber auch Repressionsstaat weiß sich abzusichern wenn es um seine gesetzüberschreitende Gewaltausübung durch den Vollzug und um deren rechtliche Deutungshoheit geht. Gerichte werden gelegentlich dazu mißbraucht. Gewisse Gerichte. Bestimmte Richter.

Heute: Sowohl die „Gerichtsort-München-Auswähler“ bei der Bundesanwaltschaft wie das Oberlandesgericht München selbst waren sich ihrer Sache zu sicher, dass die bisherige Schwarmberichterstattung der deutschen Sprachreglungs-Journaille auch während dieses Verfahrens keine Umstände machen würde.
Doch da war der dreiste Ausschluß der Auslandspresse durch ein raffiniertes Akkreditierungsverfahren zu vertuschungsverdächtig und nur noch das i-Tüpfelchen, das die Dämme des Unbehagens brechen ließ. Ganz zu schweigen von der Wahl eines Gerichtssaales, dessen Ungeeignetheit sich durch den 2015 geplanten Abriss von allein dokumentiert und der für die Öffentlichkeit klein, ohne Sicht und unbequem ist.

Es ehrt das Rechtsempfinden aller, die gegen das angeblich unpolitische, vertuschende Kleinverhandeln der Behörden Widerstand leisten. Einige Medien haben dazugelernt und exkulpieren sich durch Nachbesserungsinitiativen. Nun ist ein Bundesgericht gefordert dem OLG aufzuzeigen, das sein Verhalten zur Herstellung der Öffentlichkeit sogar einen möglichen Revisionsgrund des vielfachen, bundesweiten NSU-Migrantenmord-Verfahrens darstellen könnte.

Eine persönliche Beobachtung als Letztes:  Die systematische Verfolgung von insbesondere geschäftlich erfolgreichen Deutschen türkischer Abstammung und türkischen Migranten der letzten Jahre kann niemandem, der sehen und hören kann, entgangen sein.  Hier meine Geschichte dazu. Es war im April 2010, dass uns ein Besuch wieder mal in unsere süddeutsche, heimatliche Kleinstadt führte. Eine Familie türkischer Abstammung führte dort seid ca 15 Jahren sehr erfolgreich einen kleinen Betrieb in dem alle Familienmitglieder sehr fleißig und legal wirtschaften und bei der Bevölkerung ausgesprochene Sympathie genossen. Bei diesem Besuch begegnete mir die ca 65 jährige Mutter des Eigentümers des Betriebs. Sie erkannte mich von früher und begann mir ihr Herz auszuschütten. Im April 2010.  Sie habe furchtbare Angst und Ihre Augen verdüsterten sich. Ihre Haltung, Sprache und Wortwahl erinnerten mich spontan an die Literatur, Filme und Erzählungen, die ich zur Judenverfolgung des Dritten Reiches vor Augen hatte.

Sie sagte, dass sie sich fürchtete, dabei seien sie doch Christen aus der Türkei und keine Moslems. Einer Ihrer Brüder lebe in Paris, der andere in Stockholm, wohlhabend. Sie selbst sei Deutsche, jaa, geschäftlich erfolgreich. Doch das schmälere nicht ihre Angst, im Gegenteil.  Sie seien Christen wiederholte sie eindringlich mindest 3 mal während des Gespräches. – Ich habe die Begegnung mit dieser Frau nicht vergessen.

Erst später fiel mir auf, daß nach 4-5 Jahren erfolgreichen Wirtschaftens der Sohn als Eigentümer den Betrieb an die Eltern übergab um möglicherweise bereits damals dem Gefühl des Verfolgtsein zu entkommen. Doch frage ich mich, wie es möglich ist, dass all dieses Leid für unsere Landsleute in einem angeblich christlichen  und aufgeklärten Land offenbar (wieder) stattfinden kann, ohne dass die Politik, die Kirchen, die Behörden und die Medien dem Grauen die gebührende Aufmerksamkeit gewährten.

Anlass meine Erinnerung aufzuschreiben sind nicht nur die nachgewiesenen Morde sondern vor allem die bei weitem alle „nicht erkannten“ bzw. vertuschten Brandanschläge, Drohungen und Tätlichkeiten zu denen selbst heute behördenseitig immer noch nicht gestanden wird.   – Mons.Varius

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  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. 12/05/2013 um 09:32
  2. 04/05/2013 um 08:33

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