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»Kirchen ebneten Nazi-Mördern den Weg« – Tageszeitung junge Welt

»Kirchen ebneten Nazi-Mördern den Weg« (Tageszeitung junge Welt) 30.11.2013:

Gespräch mit Dirk Verhofstadt. Über das Schweigen der christlichen Konfessionen zum Mordprogramm der Hitler-Regierung an Behinderten und die Sympathie des Vatikans für ­faschistische Regime    Interview: Reinhard Jellen

Dirk Verhofstadt ist Professor für Medien und Ethik an der Universität im belgischen Gent. Im Sommer erschien sein Buch »Pius XII. und die Vernichtung der Juden« auf deutsch (Alibri Verlag, Aschaffenburg 2013, 450 Seiten, 26 Euro)

Sie schreiben in Ihrem Buch »Pius XII. und die Vernichtung der Juden«, daß der Vatikan sich weigert, seine Archive des Pontifikats Papst Pius XII. für die wissenschaftliche Forschung zu öffnen? Ist das ungewöhnlich?

Der Vatikan hat zahlreiche Papiere zum Zweiten Weltkrieg veröffentlicht. Sie werden in den »Actes et Documents du Saint Siège relatifs à la Seconde Guerre Mondiale« (»Gesetze  undDokumente des Heiligen Stuhls in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg«) gebündelt. Darin sind Briefe und Telegramme enthalten, die von kirchlichen und weltlichen Führern an den Vatikan geschickt wurden sowie die Antworten. Dieses Konvolut wird allgemein als die bisherig umfassendste Wiedergabe wichtiger Ereignisse und als unstrittige Dokumentation, die kein Historiker ignorieren kann, betrachtet.

Dabei ist sie nicht vollständig, sondern nur das Ergebnis einer bewußten Auswahl durch eine Gruppe Jesuiten im Auftrag der damaligen Kirchenführer. Obwohl behauptet wird, daß in diesen Akten die wichtigsten Fragen behandelt werden, fehlen entscheidende Dokumente. So vermissen wir einen Teil der Korrespondenz des Berliner Bischofs und späteren Kardinals Konrad von Preysing mit Papst Pius XII., sowie fast alle Dokumente über die Ereignisse in Osteuropa, mit Ausnahme von Polen und den baltischen Staaten. Die »Actes et Documents« sind also sehr wichtig, aber sie sind offensichtlich nur eine Auswahl. Dies zeigt sich unter anderem anhand der vielen Verweise auf nicht enthaltene Dokumente.  ……. weiterlesen

12. April 1933: Hermann Göring (m.) berät mit Papst Pius
12. April 1933: Hermann Göring (m.) berät mit Papst Pius XI (r., neben ihm) über das Konkordat zwischen Vatikan und Deutschem Reich. Der Vertrag ist bis heute gültig
Foto: akg-images

 

  1. 06/12/2013 um 03:43

    Die RKK konnte nichts gegen das Morden der NAZIs unternehmen, hatte sie doch heimlich eigene Mörderkommandos am Wirken. Das wäre dann weltweit bekannt geworden

    Kroatien war 1939 bis 1945 mit Bosnien-Herzegowina ein pseudo-souveräner Staat von 6,5 Mill. Einwohnern bei etwa 2 Mill. Serben. Papst Pius XII empfängt 1941 Präsident Ante Pavelic, 4 Tage vorher werden im Ort Glina 33% der orthodoxen Bevölkerung ermordet. Priester und Mönche dienen dem Regime Pavelic als Hilfskräfte. Priester Brale Bozidar leitet die Ermordungen in Bosnien, er sorgte für Waffen, Pässe und Fahrzeuge der „schwarzen Legion“. Der Priester Mate Mogus organisiert Zwangstaufen, der Dekan Marko Zovko die Massenmorde. Der Priester Ilija Tomas von Klepci stellt Todeslisten von Serben, Roma und Juden auf und verspricht das serbische Volk auszurotten. Priester-Kollegen wie Petar Sivjanovic organisieren dazu Transporte der Gefangenen in KZ-Todeslager, wo man sie christlich liebevoll ermordet. Die Klöster dienen als Lager für Waffen und Ausbildung, Mönche bewachen KZs wie Jasenovac und Samiste, wo Pater Miroslav Filipovic im Namen von Jesus die Gefangenen enthauptet.

    Insgesamt werden 800.000 Serben, Roma und Juden ermordet, in den katholischen KZs allein über 20.000 Kinder. Der Priester Jozef Tiso, von 1939-45 Chef der slowakischen NAZI Schergen, schickt sehr christlich etwa 70.000 jüdische Menschen in die Vernichtungslager. Die Gemetzel werden sogar italienischen Faschisten zuviel, Conrado Soli schreibt zum morden der RKK Priester und Mönche: „Sie schlachten, töten, begraben lebendige Menschen in Gräbern, stürzen Tote in Flüsse und Meere oder werfen sie in Schluchten“. Der Franziskaner Srecko Peric sagt: „Kroatische Brüder, geht und schlachtet alle Serben ab. Wenn ihr damit fertig seid, kommt in die Kirche, damit ich euch die Beichte abnehmen kann und eure Sünden vergeben“

  2. 05/12/2013 um 20:19

    Das findet man nicht nur im Vatikan.

    Im Dritten Reich sind 95,2% Christen, davon sind 62,7% evangelisch und 32,5% katholisch. Bei etwa 10% NSDAP-Mitgliedern sind die Priester und Lehrer zu 50% Parteigenossen. Der RKK Pälat und Reichtagsabgeordneter Dr.Dr. Ludwig Kaas als Vorsitzender der Zentrumspartei sorgt im März 1933 für die Annahme des „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ und das „Ermächtigungs Gesetz“. Damit hat Adolf Hitler die Vollmacht ohne Reichstag und Reichsrat Gesetze zu erlassen wie die NSDAP es für notwendig hält. Die RKK ehrt ihren Vorkämpfer für Ermächtigungsgesetz und Reichskonkordat durch ein Grab im Petersdom.

    Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 entsteht aus Forderungen der evangelischen Kirche, die Anstaltsleiter der Inneren Mission 1931 in ihrer Treysaer Erklärung erheben. Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Epileptiker, Alkoholiker, Homosexuelle, seelisch Kranke wie auch politische Gegner werden als „schwachsinnig“ aussortiert. Ab 1940 werden die Aussortierten vergast, was bereits auf der Fachkonferenz in Treysa gefordert wird. Karl Todt, Direktor der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt, als auch andere Diakonie-Leiter begeistert das NAZI-Gesetz von 1933 zur Verhütung erbkranken Nachwuchses: „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“.

    Die evangelische Pflegerin Pauline Kneissler der psychiatrischen Euthanasie-Anstalt Schloss Grafeneck wählt als liebevoller Christ täglich 70 Patienten aus, die industriell vergast werden. Sie rechtfertigt ihre „gute Tat“ damit, dass dieser Tod nicht schlimm sei, weil „Tod durch Gas nicht wehtut“.

  1. 08/12/2013 um 23:26

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