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Ruanda: Massenmord & Priester blieben im Amt « DiePresse.com

Ruanda: Massenmord unter den Augen des Klerus « DiePresse.com.

900.000 Menschen wurden vor 20 Jahren in Ruanda in nur wenigen Monaten getötet. Welche Rolle spielte die Kirche beim Genozid?

Priester blieben im Amt Schuld und Sühne lasteten schwer auf dem greisen, von Krankheit gezeichneten Johannes Paul II. Wozu rang er sich durch? Eine historische Entschuldigung wie bei den Holocaustopfern? Nein. Was dann? Pater Zywica legt vatikanische Schriften zu Ruanda vor; auch ein Memorandum zur Versöhnung ist dabei. Da ist ausführlich von „der Reinigung des Geistes, vom Leiden als Mittel der Läuterung“ die Rede. Es finden sich nach Matthäus 5,9 auch Appelle, „Bauherren einer Zivilisation der Liebe“ zu werden. Und sonst? Wahrscheinlich stille Bußgebete in der päpstlichen Kapelle. Es gab aber keine eigene katholische Untersuchungskommission; kaum Suspendierungen von schuldigen Priestern; kein Wiedergutmachungsfonds. Warum nicht? Geduldig und verständnisvoll antwortet der Geistliche: „Nach den Ereignissen im Genozid und mit dem politischen Umsturz erhöhte sich der Druck auf die katholische Kirche enorm. Verängstigte Bischöfe ermunterten ihre Untergebenen nicht, öffentlich Schuld einzugestehen. Sie fürchteten die Rache. Das hat den Sühne-Versöhnungsprozess im Land bis heute gehemmt. Trotzdem – vieles ist auch geglückt: Für die Jungen ist Ethnizität ein Tabu. Sie wollen Bildung, Jobs, Zukunft.“       ……..

 

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