Startseite > Blogroll > Steuergelder schnorren: Neuer Ärger beider großer Kirchen | Opa

Steuergelder schnorren: Neuer Ärger beider großer Kirchen | Opa

Steuergelder schnorren: Neuer Ärger beider großer Kirchen

Neuer Ärger: Beide großen Kirchen lassen sich ihr Personal und alles, was dazu gehört, auch noch vom Staat bezahlen | Opa.

Rund 24 Millionen Katholiken gibt es in Deutschland. Einige von ihnen ärgern sich gerade schwarz, und zwar wegen ihrer Kirche. Der Unmut trifft aber die evangelische Kirche ebenso. Der Grund für den Ärger ist dabei nicht einmal die Kirchensteuer, wegen der die Kirchenaustritte gerade ein neues Allzeithoch erreicht haben.

Aktueller Auslöser für diese Kirchenflucht ist das neue Verfahren zum Einzug der Kirchensteuer auf Kapitalerträge, das ab Januar 2015 angewendet wird. Aber wie gesagt, dass sich beide Kirchen, die 2013 mit über zehn Milliarden Euro Rekordeinnahmen verbuchen konnten, auch noch bei den Kapitalerträgen schadlos halten wollen, bringt die Katholiken nicht einmal auf die Palme.

Rundgang-im-renovierten-Palais-Holnstein

Kardinal Marx: “Ich bin kein Fürstbischof” – FinanzNachrichten

Vielmehr ist es der Umstand, dass sich beide großen Kirchen ihr Personal und alles, was dazu gehört, auch noch vom Staat bezahlen lassen. Mit Ausnahme von Hamburg und Bremen zahlen die Bundesländer aus ihren Haushalten einen Großteil der Gehälter der obersten kirchlichen Würdenträger.

Das trifft für Erzbischöfe, Bischöfe, Weihbischöfe oder Domvikare zu – nicht aber für einfache Priester, die von den Bistümern selbst bezahlt werden. Die Gehälter der Bischöfe orientieren sich an den Besoldungsstufen der deutschen Spitzenbeamten. So bekommt ein Bischof in der Regel mindestens Besoldungsstufe B6 (Grundgehalt knapp 9.000 Euro), bei einem Erzbischof kann es bis auf B10 (Grundgehalt rund 12.500 Euro) steigen. Hinzu kommen Dienstwagen mit Fahrer und Dienstwohnung.

Im vergangenen Jahr flossen so fast 500 Millionen Euro an die katholische und evangelische Kirche. Seit Gründung der Bundesrepublik im Jahre 1949 ergibt das mittlerweile eine Summe von über 15 Milliarden Euro. Begründet wird das damit, dass die Kirchen vor 200 Jahren zahlreiche Güter, Klöster und Ländereien im Zuge der Säkularisierung an den Staat verloren haben.

Was soll man dazu sagen? Abgesehen einmal von der Frage, ob dies auch heute noch einen solchen Geldtransfer rechtfertigen kann, ist ein (Finanz-)Gebaren wie das des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst Grund genug, über dieses Finanzierungssystem ernsthaft nachzudenken. Ansonsten könnte es durchaus noch passieren, dass die Kirchenaustrittswelle die Ausmaße eines Tsunamis erreicht.

Dieser Beitrag erschien – in leicht abgewandelter Form – zuerst auf Opas Blog.

 

  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. 20/08/2014 um 12:06

Answer- Antwort - reponse - risposta

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: