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Christentum & Nato: Die eigene Wahrheit mit Gewalt durchsetzen – Frankfurter Rundschau

Christentum & Nato: Die eigene Wahrheit mit Gewalt durchsetzen
Ausgrenzung und Umdeutung sind klassische Waffen des Christentums, Buchempfehlung

Christentum: Die gewaltbereite friedliebende Gesellschaft | Literatur – Frankfurter Rundschau

Woher rührt das apokalyptische Denken, das die derzeitige Debatte um die Flüchtlinge bestimmt? Historiker beleuchten aktuell die nachhaltig wirkende Gewaltgeschichte des Christentums.

Die sogenannte Flüchtlingskrise, die Lage der Nation, die Merkel’sche Politik – viele Kommentare dazu derzeit mit schrillen Katastrophentönen. Als gäbe es nur das große Entweder-Oder. Entweder das Abendland verbarrikadiert sich oder Europa geht unter. Entweder Sieg oder Niederlage. Woher rührt dieses apokalyptische Denken? Und woher die wachsende Bereitschaft zur Gewalt dabei? Wer in der Flüchtlingsfrage nach

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Kirchenmalerei Insel Moen, Fanefjord: Der Teufel hört 2 Frauen ab und schreibt mit

Obergrenzen ruft, fordert implizit immer den Einsatz von Gewalt. Und diese Forderung erfreut sich wachsender Zustimmung – in einer Gesellschaft, die sich für friedliebend hält. Wie kann das sein?

Um solche Widersprüche zu verstehen, müssen wir zu den Anfängen des Christentums zurück, sagt der französische Historiker Philippe Buc. Er tut es in seinem Buch „Heiliger Krieg“ auf erschreckend erhellende Weise und spricht dabei von religiösen Konzepten, die „den Weg in die Moderne überstanden haben, indem sie sich in Ideen und Ideologien verwandelten, die ohne das Übernatürliche und Gott auskamen, aber vergleichbare Strukturen beibehielten“. Es sind Ideen wie jene, dass man um des Guten und Richtigen willen Opfer bringen müsse, dass die größte Gefahr von vermeintlichen Verrätern dieses Guten und Richtigen ausgehe, dass die eigene Freiheit auch mit Gewalt verteidigt werden dürfe.  ….

Buc … Schildert, wie sich frühchristliche Märtyrer als Instrument einer „Vergeltungstheologie“ verstanden, indem sie sich für ihre gute Sache – den wahren Glauben, den richtigen Gott – opferten, und wie das vermeintliche Recht, die eigene Wahrheit auch mit Gewalt verteidigen zu dürfen, in den Kreuzzügen, den Reformationskriegen, bei der RAF oder George Bush jr. jeweils neu in Anspruch genommen wurde.  …

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Die eigene Wahrheit wurde bei den Kreuzzügen mit Gewalt durchgesetzt.

Quelle: Christentum: Die gewaltbereite friedliebende Gesellschaft | Literatur – Frankfurter Rundschau

Philippe Buc: Heiliger Krieg. Gewalt im Namen des Christentums.
Philipp von Zabern 2015. 432 Seiten, 39,95 Euro.

 

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