Startseite > Blogroll > 500 Jahre religiöse Unaufrichtigkeit: Petition fordert Judensau-Entfernung an evangelischer Stadtkirche – Blick

500 Jahre religiöse Unaufrichtigkeit: Petition fordert Judensau-Entfernung an evangelischer Stadtkirche – Blick

500 Jahre religiöse Unaufrichtigkeit:
Petition fordert Judensau-Entfernung an evangelischer Stadtkirche

Antisemitismus: Internationaler Internet-Protest gegen antijüdisches Relief  – Blick

Wittenberg – Ein antisemitisches Relief aus dem Mittelalter an der Stadtkirche in Wittenberg hat heftige Kritik ausgelöst. Ein Theologe aus London hat via Internet eine Petition veröffentlicht, in der er die sofortige Entfernung der als «Judensau» bekannten Skulptur fordert.

.

Auf der Plattform unterstützen bisher rund 4700 Menschen sein Anliegen. Die Skulptur sei bis heute ein Angriff auf Juden und verspotte sie und ihren Glauben, heisst es.

.
Anlass der Petition
ist das Reformationsjubiläum 2017, wenn sich der Thesenanschlag Martin Luthers (1483-1546) in Wittenberg zum 500. Mal jährt. Besucher aus der ganzen Welt werden dann in der Kleinstadt erwartet.

Die Tiermetapher «Judensau» bezeichnet gemäss Wikipedia «ein im Hochmittelalter entstandenes häufiges Bildmotiv der antijudaistischen christlichen Kunst». Die Verwendung des Begriffs gegenüber Menschen ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz strafbar.

https://www.change.org/p/pfarrer-dr-johannes-block-entfernen-sie-die-wittenberger-judensau-german  Quelle: Internet-Protest fordert Judensau-Entfernung an Stadtkirche Wittenberg – Blick
.

Luther, der Adel und die Juden. Zum Schweigen der Evangelischen Kirche – Brights

Im kommenden Jahr ist der Höhepunkt der Lutherdekade, einer zehnjährigen Reihe von Veranstaltungen, Ausstellungen und Festakten. Finanziert wird die Sache u.a. von Evangelischer Kirche und Staat. Kaum eine Rolle spielt Luthers Hass auf die Juden und auf aufständische Bauern ( Andersdenkende! red. ).  ….

Es war die Zeit, in der die alten antisemitischen Stigmata – Ritualmord, Hostienschändung, Brunnenvergiftung, Mord an christlichen Kindern – auch von anderen Autoren und Rednern neu belebt wurden. Katholische Orden wie die Dominikaner stachelten den Hass gegen die Juden auf, etwa Jakob von Hochstraten, ein fanatischer Verfechter der Inquisition.
.
Texte wie die des katholischen Theologen Johannes von Eck entstanden, aus denen sich später nicht nur Julius Streicher für seinen Stürmer bediente. Die Juden sollten Zeichen tragen, waren es nicht wert, als Zeuge gegen Christen aufzutreten, sollten kein Gewerbe ausüben dürfen, sich aber zwingen lassen, christliche Predigten anzuhören.  ….

In Preußen setzten sich Reformation und Luthertum durch und damit eine jahrhundertelange Erziehung zu unbedingtem, vermeintlich gottbefohlenem Gehorsam, diese mörderische Seite »deutscher Leitkultur«, die so viele Kinder und junge Leute zerbrach.

Quellen im Buch.

Auszug aus:
Der Baron, die Juden und die Nazis. Adliger Antisemitismus, Hamburg: Hoffmann & Campe 2013/2015

Bezugsadresse (mit Signatur, Widmung und kleiner Zeichnung) in meinem bookstore:
http://www.jutta-ditfurth.de/allgemein/bookstore.htm#Baron

  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Answer- Antwort - reponse - risposta

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: