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Despot von Gottes Gnaden: Christ, Konservativer und Republikaner, in dieser Reihenfolge. | Telepolis

Despot von Gottes Gnaden: Christ, Konservativer und Republikaner, in dieser Reihenfolge. |

Despot von Gottes Gnaden | Telepolis

(…) Das sollten wir hier noch einmal festhalten: Eine Diktatur war eigentlich schlecht, denn die Vereinigten Staaten waren eine Demokratie und stolz darauf. Wenn Gott sie aber anordnete war das etwas anderes. Darüber könnte man sich unbeschwerter amüsieren, wenn die Berufung auf Gott nicht zum Standardrepertoire amerikanischer Politiker gehören würde. Dazu noch ein Zitat:

Politiker reden nur immer, sie handeln nicht. Sie bringen uns nicht in das Gelobte Land. […] Ich sehe mir die Reden dieser Leute an, und sie sagen, dass die Sonne aufgehen wird, und dass der Mond untergehen wird, dass alle möglichen wunderbaren Sachen passieren werden. Und die Menschen sagen: ‚Ich will nur einen Job. Besorg mir nur einen Job. Das Gerede brauche ich nicht. Ich will einen Job.’ […] Ich werde der größte Job-Präsident sein, den Gott je erschaffen hat.   (Donald Trump im Juni 2015)

Trump holte nicht nur den Rust Belt, also die krisengeschüttelten Industrieregionen der USA, sondern auch den vom evangelikalen Protestantismus geprägten Bible Belt, RNS-WWI-ANNIVERSARYobwohl man eigentlich denken könnte, dass ein mehrfach verheirateter, mit Sexskandalen von sich reden machender Lebemann aus dem Sündenbabel New York ein Kandidat ist, den die Evangelikalen keinesfalls wählen würden. Offenbar hat er ihnen versprochen, sich zu revanchieren und frei werdende Plätze im Supreme Court in ihrem Sinne zu besetzen.

Der Oberste Gerichtshof hat einen wachsenden Einfluss auf die amerikanische Gesellschaft, seitdem dort immer mehr politische Entscheidungen auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft werden. Dafür, dass Trump sein Versprechen einhält, garantiert sein Vizepräsident Mike Pence, ein christlicher Fundamentalist aus Indiana, der von sich sagt, er sei „Christ, Konservativer und Republikaner“, in dieser Reihenfolge. „Konservativ“ ist dabei eine Untertreibung.

Pence ist ein radikaler Abtreibungsgegner, glaubt, dass Homosexualität eine Krankheit ist, die man heilen kann und fabuliert gern über den Kampf des Guten gegen das Böse. Als Gouverneur von Indiana hat er den Religious Freedom Restoration Act durchgeboxt. „Wiederherstellung der Religionsfreiheit“ heißt, dass man Minderheiten unter Umständen wieder diskriminieren darf, wenn man geltend macht, andernfalls in seinen religiösen Gefühlen verletzt zu werden. In Indiana hat das zu einem Kulturkampf rund um Läden und Restaurants geführt, deren Besitzer sich weigerten, Schwule und Lesben zu bedienen oder als Gäste zu akzeptieren, weil sie an „Adam and Eve“ glauben wie in der Bibel und nicht an „Adam and Steve“, wie es ein Geschäftsmann in einer Radiosendung formulierte.

Quelle: Despot von Gottes Gnaden | Telepolis

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