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Archive for 17/03/2017

Kindermissbrauch: Deutscher Kardinal Müller in der Kritik zur ‚katholischen Kinderzucht‘ – Kölner Rundschau

Engstirnigkeit und Angst vor dem Wandel   – Kölner Rundschau

Doch der Rücktritt legt nahe, dass es nicht alle im Vatikan mit der Umsetzung ernst meinen. „Die Weigerung einiger in der Kurie, die Empfehlungen der Kommission umzusetzen oder mit ihr zusammenzuarbeiten, (…) ist inakzeptabel“, schreibt Collins in einer langen Erklärung auf der Webseite des „National Catholic Reporter“. „Es ist diese Weigerung, ausgelöst durch interne Politik, Angst vor dem Wandel, besserwisserischen Klerikalismus, oder durch Engstirnigkeit, die Missbrauch als Unbequemlichkeit ansieht.“ Es sei „katastrophal“, dass im Jahr 2017 „diese Männer“ immer noch ihre eigenen Belange vor das Kindeswohl stellten.  …..

Missbrauch: Deutscher Kardinal in der Kritik   – ORF.at

Im Streit über mangelnden Willen zum Kampf gegen Kindesmissbrauch im Vatikan ist der deutsche Kurienkardinal Gerhard Müller in die Kritik geraten.

In einem offenen Brief kritisierte ein ehemaliges Mitglied der päpstlichen Kinderschutzkommission den Chef der mächtigen Glaubenskongregation scharf. „Ich weiß nicht, was die Motivation hinter den Schwierigkeiten ist, die der päpstlichen Kommission in den Weg gelegt werden“, sagte Marie Collins im „National Catholic Reporter“ am Dienstag.  …..

Missbrauchsopfer verlässt Vatikan-Kommission    – ORF.at

Aus „Frustration“ über mangelnde Kooperationsbereitschaft vatikanischer Behörden ist das irische Missbrauchsopfer Marie Collins aus der von Papst Franziskus gegründeten Kinderschutzkommission ausgetreten.

In Collins’ auf der katholischen Nachrichten-Website National Catholic Reporter publiziertem Rücktrittschreiben erklärt sie ihre Beweggründe und wirft den Behörden der römischen Kurie mangelnde Zusammenarbeit vor: „Es ist vernichtend, im Jahr 2017 zu sehen, wie diese Männer noch immer andere Interessen vor die Sicherheit von Kindern (…) stellen können.“  …

Den „Mangel an Zusammenarbeit“, besonders der am meisten mit den Missbrauchsfällen befassten Behörde, bezeichnet Collins als „beschämend“. Die aus Dublin stammende Anti-Pädophilie-Aktivistin war in den 1960er Jahren von einem römisch-katholischen Priester sexuell missbraucht worden und engagiert sich seit längerem für einen besseren Schutz von Kindern in der katholischen Kirche.

Kinderschutz: Collins wünscht Klärungen von Müller – katholisch.de

Das irische Missbrauchsopfer Marie Collins hat Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller zur Klärung einiger Fragen zum Kinderschutz im Vatikan aufgefordert. In einem Offenen Brief, den der „National Catholic Reporter“ (Dienstag) veröffentlichte, macht das frühere Mitglied der päpstlichen Kinderschutzkommission den deutschen Kardinal auf mögliche Unstimmigkeiten in seinen Aussagen aufmerksam. Sie halte es für nötig, auf diese Weise zu einem Interview Müllers in der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ (5. März) Stellung zu nehmen. Müller ist Präfekt der Glaubenskongregation, die im Vatikan für die Ahndung sexuellen Missbrauchs durch Priester zuständig ist. …
Die Irin Marie Collins gehörte als Opfervertreterin der vatikanischen Kinderschutzkommission an. Im Frühjahr 2017 legte sie ihr Amt aus Protest gegen die angebliche mangelnde Kooperationsbereitschaft der Kurienbehörden niedergelegt.  KNA    ….

Lange Zeit drohte mißbrauchenden Priestern in der katholischen Kirche nur die Versetzung  – Badische Zeitung

(…)  Warum tut sich die katholische Kirche so schwer im Umgang mit sexuellem Missbrauch in ihren Reihen? Zuletzt offenkundig wurden die Schwierigkeiten Anfang März: Die Irin Marie Collins verließ aus Protest die päpstliche Kinderschutzkommission. Das ist brisant, weil sie selbst als Dreizehnjährige von einem Kleriker missbraucht worden war und als letzte Opfervertreterin in der Kommission saß.

Das Fass zum Überlaufen gebracht habe wohl der Entschluss der Glaubenskongregation, Briefe von Missbrauchsopfern nicht zu beantworten, vermutet Hans Zollner von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Er war einer der drei Teilnehmer einer Podiumsdiskussion an der Universität Freiburg, die sich mit sexueller Gewalt gegen Minderjährige in der katholischen Kirche beschäftigte.  ….

Hilfe, die Schaden anrichtet: Geistlicher Missbrauch in der katholischen Kirche – feinschwarz.net

Spiritualität ist keine harmlose Sache. Was helfen und stärken soll, richtet manchmal den größten Schaden an. Klaus Mertes zeigt, wie und wozu geistliche Beziehungen missbraucht werden (können) und was dagegen zu tun ist.

Nicht jeder Missbrauch ist geistlicher Missbrauch, auch nicht jeder Missbrauch durch „geistliche Personen“, die sich als Träger eines religiös legitimierten Lehr- und Verkündigungsauftrages verstehen. Es gibt den zynischen, auf materielle oder sexuelle Eigeninteressen reduzierbaren Machtmissbrauch von Personen, die ein geistliches Amt innehaben. Geistlicher Missbrauch hingegen, wie ich den Begriff verstehen will, basiert auf einer tiefer liegenden Verwechslung von geistlichen Personen mit der Stimme Gottes selbst, wobei ich drei mögliche Varianten der Verwechslung sehe: Erstens: Der Seelenführer verwechselt sich selbst mit der Stimme Gottes. Zweitens: Die Seele verwechselt den Seelenführer mit der Stimme Gottes. Drittens: Beide unterliegen zugleich derselben Verwechslung.  ….

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