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Christentum: Der Kulturkampf in den Kirchen – Tagesspiegel

Kulturkampf in den Kirchen  –  Tagesspiegel

Christentum in Deutschland: Die AfD und der Kulturkampf in den Kirchen

Das Christentum verpflichte dazu, Flüchtlinge aufzunehmen, sagen die Bischöfe. Doch nicht alle Christen denken so. Der Kampf um Identität und Sicherheit hat auch die Kirchen erreicht.

Wenn es um die Flüchtlinge geht, stehen die beiden großen Kirchen fest hinter Angela Merkels Willkommenskurs von 2015.  …

Doch das sehen bei Weitem nicht alle Kirchenmitglieder so. Etliche finden es falsch, dass die Bischöfe so dezidiert auftreten und sich politisch so klar positionieren (siehe Interview). Auch fromme Christen fürchten, die Flüchtlinge könnten das Land verändern und sorgen sich um die Identität Deutschlands. Dass sich in manchen Gemeinden die Abläufe ändern, um die neu Dazugekommenen besser zu integrieren, empfinden sie nicht als Bereicherung, sondern als Zumutung.

Auch Bibelfreunde sympathisieren mit der AfD und beziehen die Nächstenliebe nur auf die Angehörigen der eigenen Familie, der eigenen Nation und der eigenen Religion. „Was mich besonders empört, ist die

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am 31.10.2014 in der Marie-Magdalenen-Kirche in Templin (Brandenburg). Anlässlich des Reformationstages sprach sie in ihrer Kindheitsstadt über

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am 31.10.2014 in der Marie-Magdalenen-Kirche in Templin

Äußerung von Kirchenvertretern, man wolle bei der Aufnahme von Flüchtlingen keinen Unterschied zwischen den Religionen und Konfessionen machen. Sind wir schon so weit, dass wir aus Gründen der Political Correctness die Mahnung des heiligen Apostels Paulus vergessen haben: ,Helft zuerst Euren Brüdern’?“, schreibt ein katholischer Philosophieprofessor auf der AfD-nahen, sich christlich gebenden Online-Plattform „Charismatismus.wordpress.com“. Viele Autoren auch der rechtskatholischen Plattform „kath.net“ fühlen sich, wenn es um das rückwärtsgewandte Familienbild, den Lebensschutz oder gegen den Islam geht, bei den neuen Rechten mehr zu Hause als in ihrer Kirche. Zugleich suggerieren die „Christen in der AfD“, sie seien die eigentlichen „Retter des christlichen Abendlandes“.  …

Bischöfe beobachten mit Sorge eine wachsende Kluft zwischen Kirchenleitung und Kirchenvolk. Und so wird in Kirchenleitungssitzungen, in katholischen und evangelischen Akademien und Gemeindekirchenräten gegrübelt, wie man umgehen soll mit den Andersdenkenden in den eigenen Reihen. Soll man Brücken bauen zu den Rechtspopulisten, um verlorene Schäfchen zurückzugewinnen, oder Verbindungen kappen, um sich vor bedrohlichen Einflüssen zu schützen? Und was heißt es eigentlich, Christ zu sein? Der Kulturkampf um Identität, Sicherheit und Werte, der die politischen Wahlkämpfe dieses Jahr bestimmen wird, hat auch die Kirchen erreicht. …

Quelle: Christentum in Deutschland: Die AfD und der Kulturkampf in den Kirchen – Politik – Tagesspiegel

Nazi-Konkordat von 1933 von Kirche und Staat : Geht auseinander! – Die Zeit

20/02/2017 1 Kommentar

Nazi-Konkordat von 1933 von Kirche und Staat : Geht auseinander!

Kirche und Politik: Geht auseinander!   – Die Zeit  
von Johannes Singhammer

Kirche und Politik sind sich zu nah, das schadet beiden. Sie sollten sich auf ihre Kompetenzen besinnen.
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(…)  Auch gehen in der Politik notwendigerweise manchmal Gesinnungsethik und die Anforderungen politisch.er Realitäten auseinander: Die gute Botschaft ist eine Botschaft des Friedens, dennoch kann Deutschland nicht auf Bundeswehr und Militärbündnisse verzichten – gerade um des Friedens willen. …

Das beschämende Schweigen vieler in den Kirchen in der Zeit des Nationalsozialismus empfinden die Kirchen zu Recht als ein auf Dauer angelegtes Mandat, Angriffe auf die Würde jedes Menschen rechtzeitig anzumahnen und abzuwehren. Damit erfüllen die Kirchen eine 20110421-laizismus-chrunderw1gesellschaftliche und moralische Funktion von zentraler Bedeutung. … Auch in Westdeutschland wirkte christlicher Pazifismus maßgeblich an Friedensbewegungen mit und setzten sich die katholische und die evangelische Kirche kritisch mit Themen wie Militärdienst und Wiederaufrüstung auseinander.  ….
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Deshalb hatte Franz Josef Strauß recht, wenn er für die CSU meinte: „Wir dürfen nie den Anspruch erheben, christliche Politik zu machen, sondern nur Politik aus christlicher Verantwortung zu gestalten.“ …. „Der Staat lebt nicht von den Weisungen der Kirche, sondern von den Früchten ihrer geistigen Existenz“, stellte der erste Präsident des Deutschen Bundestages, Hermann Ehlers, 1953 fest.  Bei fast 400.000 Kirchenaustritten allein im Jahr 2015 sollten katholische und evangelische Kirche sich darauf konzentrieren, Menschen zu erreichen und mitzunehmen.

Dass politische Lobbyarbeit dafür der richtige Weg ist, ist unwahrscheinlich.  ….
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Deshalb: Deutschland braucht die christlichen Kirchen, braucht die politischen Parteien, aber ein dynamisch wachsender Bedarf an politisierten Kirchen oder religiösen Parteien ist noch nicht stichhaltig nachgewiesen worden.

Kirche und Politik: Geht auseinander!   – Die Zeit  

US-Regierung und Vatikan: Duett im Dunkeln – Die Zeit

19/02/2017 1 Kommentar

US-Regierung und Vatikan:  Duett im Dunkeln  (Résumé)
Von
 Julius Müller-Meiningen

Die Trump-Regierung will die Welt wieder christlicher machen.  …
Während Kardinal Burke sich in der katholischen Hierarchie auf dem absteigenden Ast befand, legte Stephen Bannon einen kometenhaften Aufstieg in die Spitze der US-amerikanischen Politik hin. Der 63-Jährige ist heute Chefberater Donald Trumps und oberster Stratege im Weißen Haus. Das macht ihn zu einem der einflussreichsten Menschen auf der Welt. … .

Burke gibt den katholischen Ideologen, den Wächter über die Moral. Bannon ist der Strippenzieher im Weißen Haus, im Cockpit der größten Weltmacht. Es handelt sich bei diesem Schulterschluss nicht um eine krude Verschwörung, sondern um einen offenen Feldzug gegen Säkularisierung und Islam. Ganz nebenbei tragen die beiden Männer ihren Teil zur Entstehung einer internationalen rechtspopulistischen Bewegung bei.  … Es handelt sich einfach um zwei Personen, die sich und ihre Arbeit gegenseitig bewundern.“ ….

Das amerikanische Online-Magazin Buzzfeed.com stellte ein Protokoll des Vortrags ins Internet unter dem Titel „So sieht Steve Bannon die ganze Welt“. Trumps Chefberater zufolge sind Säkularisierung und Islam die größten Bedrohungen für das jüdisch-christliche Abendland. …. Es sei an der Zeit, nicht nur zum eigenen Glauben zu stehen, sondern „für unsere Überzeugungen und gegen die beginnende neue Barbarei zu kämpfen“. Dazu zähle auch das kompromisslose Eintreten gegen Abtreibung und für ein traditionelles Eheverständnis.  …

Trumps Beraterkreis teilt zwar nicht alle extremen Ansichten des Chefstrategen. Aber der Präsident hat so viele rechtskonservative Christen um sich geschart, dass das Internetportal Lifesitenews.com wenige Tage nach der Amtseinführung jubelte: „Trump bringt Gott nach langer Abwesenheit zurück in die Bundesregierung.“

Da ist etwa die Sonderberaterin und Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway, eine strenge Katholikin, die täglich in die Messe geht. … Auch Sean Spicer, der Sprecher des Weißen Hauses, sei ein „Hardcore-Pro-Life-Katholik“. … „Trump hat verstanden, dass Gläubige in den vergangenen Jahren an den Rand gedrängt worden sind“, sagt Spicer. Das werde sich nun ändern. Auch Trumps Stabschef Reince Priebus ist strenggläubiger Christ … hütet ein liturgisches Buch im Büro und ist für eine kompromisslose Haltung in Sachen Abtreibung bekannt. Über Vizepräsident Mike Pence weiß man, dass er aus einer irisch-katholischen Familie stammt und in eine evangelikale Kirche übertrat. „Ich habe mein Leben Jesus Christus anvertraut“, sagte er einmal.  Auch der von Trump berufene CIA-Direktor Mike Pompeo gehört einer evangelikalen Kirche an … (und) behauptet: „Jesus Christus ist die einzige Lösung für unsere Welt.“ Trumps schon wieder zurückgetretener Sicherheitsberater Michael Flynn rundete die Sache vormals ab: Er wuchs in einer irisch-katholischen Familie auf. Flynn bezeichnete den Islam einmal als „Krebs“ und als „politische Ideologie“, die sich hinter dem „Label der Religion“ verstecke.

US-Regierung und Vatikan: Frisch ernannte Kardinäle während eines Festakts im Vatikan

Eine so offensichtlich und offensiv christliche Regierung gab es in den USA lange nicht mehr. Jetzt wird mit Religion wieder Politik gemacht. Bannon und Burke stehen an der Spitze einer sich formierenden weltweiten christlich-fundamentalistischen Allianz, die ihre Identität vor allem aus dem Kampf gegen Abtreibung, gegen Homosexuellenrechte und für traditionelle christliche Werte bezieht.  …. Beunruhigend daran ist vor allem, dass einige der Scharfmacher in Washington nun über Krieg und Frieden in der Welt mitentscheiden. …

Kardinal Burke zeigte sich nach Trumps Wahl alles andere als verstimmt. Er bezeichnete den Beraterstab des neuen US-Präsidenten am Tag nach der Wahl als „sehr verlässlich“. … Dass der dreimal geschiedene Bannon und sein in dritter Ehe verheirateter Chef Donald Trump es mit der strengen katholischen Moral nicht ganz so ernst nehmen, fällt offenbar nicht weiter ins Gewicht. …

Die Washington Post bezeichnete Burke jüngst als „rebellischen Kirchenfürsten, der seine Position im Vatikan ausnutzt, um extremistische Kräfte zu legitimieren, die die westliche liberale Demokratie zum Einsturz bringen wollen“.  … Auch der Kardinal bastelt offenbar an seinen politischen Beziehungen. Wie italienische Medien berichteten, empfing Burke vor wenigen Tagen Matteo Salvini, den Parteichef der fremdenfeindlichen Lega Nord, in seiner Wohnung am Vatikan. Die Lega ist das italienische Pendant zum französischen Front National oder der Alternative für Deutschland.  ….

Für den Papst wird die Lage in dieser Konstellation immer ungemütlicher. Franziskus muss mitansehen, wie der traditionalistische Flügel der katholischen Kirche gemeinsame Sache mit den politischen Widersachern des Papstes macht.  …

Auch Trumps Chefberater versteht die katholische Kirche als ideelles Bollwerk gegen den Islam. „Ich denke, unsere Vorfahren haben Haltung gezeigt“, sagte Bannon im Sommer 2014 via Skype in Anspielung auf die Religionskriege in der Vergangenheit. Bei den Schlachten in Wien oder Tours hätten die christlichen Ahnen dem Islam erfolgreich die Stirn geboten und den Nachfahren die „großartige Institution der römischen Westkirche“ als Erbe hinterlassen.  …

Benjamin Harnwell, der Verbindungsmann zwischen Bannon und Burke, der Gründer des Dignitatis-Humanae-Instituts, erkennt sogar Parallelen zwischen dem Aufstieg der Rechtspopulisten und einem Elitedenken im katholischen Klerus: „Unsere Pastoren haben in weiten Teilen eine elitäre Haltung an den Tag gelegt“, sagte Harnwell jüngst in einem Interview mit dem National Catholic Register. Der amerikanische Klerus habe trotz des vielen „Geredes über das Hinausgehen an die Peripherien“ die Menschen in Amerikas Mitte vergessen. Das solle der Kirche auch im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in Frankreich und Deutschland eine Lehre sein. Diese Aussage ist ein klarer Aufruf, die katholische Kirche möge den rechtspopulistischen Zug nicht verpassen, der gerade in Europa abfährt, sondern selber aufspringen.  ….

Das von Harnwell und einem konservativen britischen EU-Parlamentarier 2008 in Brüssel gegründete Institut versteht sich als Speerspitze „gegen wachsende säkularistische Intoleranz gegenüber Christen aller Konfessionen, die unzählige Angriffe auf die menschliche Würde zur Folge hatte“. ….  Ihre Unterstützung des Instituts haben unter anderem der … ehemalige Präsident des EU-Parlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), zugesagt. Pöttering, der heute Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung ist, erscheint auf dem Organigramm des Instituts als einer der Schirmherren. Präsident des Beirats ist Kardinal Burke höchstselbst.  …

Donald Trump und Papst Franziskus, der selbst eine klare Agenda gegen Abtreibung und Gender-Theorie verfolgt, könnten diese Frage Ende Mai unter vier Augen diskutieren. Donald Trump wird dann zum G-7-Gipfel in Taormina auf Sizilien erwartet. Seine Vorgänger nutzten solche Gipfeltreffen für eine Begegnung mit dem Papst, … (und) zweier Männer kommt, die voll auf einer Linie sind: Stephen Bannon und Raymond Leo Burke.

Waffen, Verhütungsmittel: Wie ethisch investierte die Kirche ? – correctiv.org

18/02/2017 1 Kommentar

Erzbistum Köln stellvertretend auf Auskunft verklagt.  – klimaretter.info

Über Geld spricht der Bischof nicht   – correctiv.org

Die deutschen Kirchen sind reich. Doch wer wissen will, in welche Fonds und Branchen die Erzbistümer und Landeskirchen ihre Milliarden investiert haben, stößt auf eine Mauer des Schweigens. Die wollen wir durchbrechen. Deshalb haben wir nun eine Klage auf Auskunft gegen das Erzbistum Köln eingereicht.  ….

Wie christlich investiert die Kirche?  – klimaretter.info

Investiert die Kirche ihr milliardenschweres Vermögen in Kohlefirmen oder Ölkonzernen so klimafreundlich, wie Papst Franziskus dies seit Jahren fordert? Das wollte das Recherchenetzwerk Correctiv wissen, erhielt aber keine Antwort. Nun hat Correctiv das mitgliederstarke Erzbistum Köln stellvertretend auf Auskunft verklagt. …

Ethische Anlagen: Katholische Bank investiert in Kampfflugzeuge – Spiegel

(..) Auch sonst scheint der Pax-Bank, deren Anleger hauptsächlich kirchliche Institutionen oder einzelne Gemeinden sind, weltlicher Zins den Blick auf christliche Ethik zu trüben. So hat der Fonds im März 577.970 Euro in den Rüstungsriesen BAE Systems angelegt – er produziert Atom-U-Boote und Kampfflugzeuge.   …

German catholic bank admitting it bought stocks in defence, tobacco and birth control companies.  – BBC

A Roman Catholic bank in Germany has apologised after admitting it bought stocks in defence, tobacco and birth control companies.

Der Spiegel newspaper discovered the bank had invested 580,000 euros (£495,310, $826,674) in British arms company BAE Systems. It also invested 160,000 euros in American birth control pill maker Wyeth and 870,000 euros in tobacco companies. The bank apologised for behaviour „not in keeping with ethical standards“. Pax Bank has previously advertised ethical investment funds, specifically claiming to avoid arms and tobacco companies along with organisations that do not adhere to Catholic beliefs.

The Catholic Church has historically condemned the use of contraception, for breaking the link between sex and procreation – a view emphatically upheld by current Pope Benedict XVI. In the past he has called birth control a „grave sin“. A spokesman for Pax Bank said: „We will rectify the mistakes immediately without negative consequences for our clients. „Unfortunately in a few internal reviews, the critical investments in question were overlooked – we deeply regret this.“ The spokesman thanked journalists for bringing the controversial investments to its attention.  ….

Katholische Bank trennt sich von „ethisch zweifelhaften“ Papieren  – Die Zeit

Am Wochenende hatte das Magazin Der Spiegel darüber berichtet, dass die Bank zusammen mit der ebenfalls kirchlichen Liga-Bank Fondsgelder von insgesamt gut 1,6 Millionen Euro in Wertpapiere von Rüstungs- und Tabakkonzernen investiert hatte sowie in die eines Herstellers von Verhütungspillen. „Wir haben heute Morgen sofort die Verkaufsorder erteilt“, sagte Bankdirektor Winfried Hinzen nach einer Vorstandssitzung.

Dem Bericht zufolge hatte die Bank fast 578.000 Euro in Aktien des Rüstungskonzern BAE Systems investiert. Das Unternehmen produziert unter anderem Raketensysteme und Kampfflugzeuge. Darüber hinaus hatte die Pax-Bank knapp 160.000 Euro in serveimageWertpapiere des US-Pharma-Produzenten Wyeth angelegt, der auch Anti-Baby-Pillen herstellt. Das ist insofern heikel, als die katholische Kirche Gläubigen den Gebrauch von Verhütungsmitteln generell untersagt. Weitere 871.000 Euro flossen laut Zeitung in Anteile der Tabakkonzerne British American Tobacco und Imperial Tobacco.

Für das operative Invest-Geschäft sei die Pax-Bank nicht zuständig, erklärte Hinzen. Damit sei Union Investment (UI) beauftragt. Die Pax-Bank kümmere sich um Strategien. Dass die Ankäufe trotz des „hohen ethischen Anspruchs der Bank“ bei UI und Pax „durchgerutscht“ seien, lag der Kölner Bank zufolge an der Summe von „qualitativ eher untergeordneter Rolle“. Die 1,6 Millionen Euro Fondsgelder stehen einem Geschäftsvolumen von 15 Milliarden Euro von Pax-Bank und Liga-Bank gegenüber.

Aufsichtsratschef der Pax-Bank ist Dompropst Norbert Feldhoff.  Dieser sei aber aufgrund der vergleichbar kleinen Summe nicht mit der Prüfung der Investments befasst gewesen, sagte Hinzen. Der Dompropst befinde sich derzeit im Urlaub und habe auch nicht an der Sitzung der Bank-Spitze am Morgen teilgenommen.

 Kunden von Pax sind kirchliche oder kirchennahe Institutionen, Hilfswerke, Kliniken, Unternehmen in katholischer Trägerschaft oder Theologiestudenten.  ….

Vatikan – Krupp Waffenschmiede Deutschlands (1906)  – ursprünglich WDR.de

Alleinerbin von einem der bedeutendsten Industriekonzerne Europas: Bertha Krupp. Im Frühjahr 1906 fährt sie auf Einladung des Vatikans nach Rom. Im Vatikan wird ihr von der Kurie ein hochrangiger Diplomat des Deutschen Reiches beim Vatikan vorgestellt: Gustav von Bohlen und Halbach. Er ist Jurist, 36 Jahre alt und Sohn des badischen Ministerpräsidenten.  Jener der später in republikanischer Funktion einen gewissen Erzberger die Weltkriegs-Friedensverhandlung in Compiègne im Sinne des Vatikans führen läßt. Erzberger ist Intimus des Nuntius Pacelli und späteren Papstes Pius XII.  Der heiße Draht des Vatikans zu Europas größtem Waffenproduzenten, der zwei Weltkriege bestimmen sollte, ist damit etabliert.  ….


Christliche Regierungspartei (CDU) erhält Spenden von Heckler & Koch,
Deutschlands führendem Hersteller von Gewehren und Faustfeuerwaffen

ARMI BERETTA   e   BANCA VATICANA  (IOR)
Ennesima bufala anticlericale smentita: la banca vaticana
(IOR) e Beretta
La Beretta S.p.A.  la banca vaticana,(IOR)

Soviel zum Aussenpolitiker Steinmeier – mlmj

Soviel zum Aussenpolitiker Steinmeier – einem nicht nur protestantischen Beamten, der sich ganz beflissen und nicht ganz unverdient das Prädikat eines Kriegstreibers im Ukraine-Assoziationkonflikt Merkels zuzog.

(…) Auch der Bruch des Völkerrechts durch Russland, der im Zuge des Beitritts der Krim von Politik und Medien angeprangert wurde, war nicht so eindeutig, wie Professor Reinhard Merkel, Rechtswissenschaftler an der Universität Hamburg, in der FAZ nüchtern feststellt:

„Hat Russland die Krim annektiert ? Nein. Waren das Referendum auf der Krim und deren Abspaltung von der Ukraine völkerrechtswidrig ? Nein. Waren sie also rechtens ? Nein; sie verstießen gegen die ukrainische Verfassung (aber das ist keine Frage des Völkerrechts). Hätte aber Russland wegen dieser Verfassungswidrigkeit den Beitritt der Krim nicht ablehnen müssen ? Nein; die ukrainische Verfassung bindet Russland nicht. War dessen Handeln also völkerrechtsgemäß ? Nein; jedenfalls seine militärische Präsenz auf der Krim außerhalb seiner Pachtgebiete dort war völkerrechtswidrig. Folgt daraus nicht, dass die von dieser Militärpräsenz erst möglich gemachte Abspaltung der Krim null und nichtig war und somit deren nachfolgender Beitritt zu Russland doch nichts anderes als eine maskierte Annexion? Nein.

So viel zur eigentlichen Rechtslage, die sachlich betrachtet nicht zu einem völligen Freispruch für Russland führen kann aber auch weit entfernt ist von einer Verurteilung für einen ,,beispiellosen Akt der Aggression“.  Vielmehr hat Russland im geopolitischen Schach nur zu einer Variante gegriffen, die der Gegner zuvor selbst schon angewendet hatte.

Genau deshalb überschrieb Professor Merkel seine Analyse strafrechtlicher Tatbestände in Sachen Krim mit dem Titel ,,Kühle Ironie der Geschichte“:  „Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der Westen soeben dabei, sich für eine verfehlte Außenpolitik die Quittung einer welthistorischen Blamage zuzuziehen. Er sollte deren Kollateralschäden nicht allzu weit in die Sphäre des Völkerrechts ausdehnen.“

UK-Aussenminister und Brexit-Aktivist Boris Johnson mit US-amerikanischer Staatsanghörigkeit und Merkels Aussenminister Steinmeier eingehegt mit dem Büroleiter und EKD-Theologen Stephan Steinlein

Zitat aus „Wir sind die Guten“ , Mathias Bröckers, Paul Schreyer, Westend Verlag, 2014, s. 52

Sphinx Merkel hat Angst, aus der Geschichte befördert zu werden – NZZ

02/02/2017 1 Kommentar

„Merkel bleibt eine Sphinx. Berater, mit denen sie ihre Absichten bespricht, sind nicht bekannt“.

Hans-Hermann Tiedje war Chefredaktor «Bild» und persönlicher Berater von H. Kohl.  Der Text ist zuerst in der NZZ erschienen.

Merkel hat Angst, aus der Geschichte befördert zu werden – NZZ  Hans-Hermann Tiedje.

20160813_164532b2005 war Angela Merkel die Neue, die erste Frau im Kanzleramt. 2009 managte sie die Tigerenten-Koalition Schwarz-Gelb, 2013 erreichte ihre Union 41,5 Prozent, seither ist sie Kanzlerin der grossen Koalition. Die Frau hat also ungewöhnlich viel erreicht in ihrem Leben, üblicherweise wird sie als «mächtigste Frau der Welt» tituliert, und gern würde sie das offenbar auch bleiben. Wenn nur diese schreckliche Weltpolitik nicht wäre. Auf welche Welt blickt Merkel heute, Anfang 2017? Welche Optionen hat sie noch? Was sind ihre Aussichten? Sie sind offenkundig nicht erfreulich. Eine Chronologie vorhersagbarer Ereignisse:

Erosion der Macht

(…) Die Erosion ihrer Macht hat also längst begonnen, im Bundesrat und in den deutschen Ländern kann man das besichtigen. In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Thüringen, Berlin und anderswo ist die Merkel-CDU nicht mehr gefragt. Sie spielt einfach keine Rolle mehr. Aus und vorbei. Denn sie hat ihren erkennbaren Markenkern verloren. Warum sollte man heute noch CDU wählen? Die Grünen Kretschmann und Palmer vertreten die gleichen Positionen und viele Sozialdemokraten auch. Die Schröderschen Reformen der Agenda 2010 ab 2005 fortzuschreiben – das wäre ein Projekt für Merkel gewesen. Nullzinsen, niedrige Benzinpreise, kaum Arbeitslosigkeit – wann, wenn nicht unter diesen Kautelen, wären Reformen angesagt gewesen? Waren sie aber nicht, denn Merkels Politikstil ist projektfrei. Und die offizielle Lage der deutschen Wirtschaft scheint ihr ja durchaus recht zu geben. Dass es vermutlich viele verlorene Jahre waren, wird erst die Zukunft zeigen.

Misserfolge

(…) Merkel reklamiert christliche Tugenden für sich, der Satz des früheren französischen Premierministers Valls über die Migrantenströme aber bleibt unbestritten: «Wir haben sie nicht eingeladen.» Gemeint war: Es war Merkel. Sie hat damit die Union gespalten, Deutschland gespalten, Europa gespalten, getraut sich aber (geschehen auf dem CDU-Parteitag im Dezember), als Verantwortliche des Desasters, den Delegierten wörtlich zuzurufen: «Eine Situation wie die des Sommers 2015 kann, darf und soll sich nicht wiederholen.» Will sagen: Auch Merkel will jetzt Migranten abschieben. Sogar die rückläufigen Asylbewerberzahlen schreibt sie sich auf die Fahne. Man kann das dreist nennen oder Chuzpe, man kann glauben, dass sie erneut auf die Vergesslichkeit ihrer Wähler hofft. Denn tatsächlich, die Deutschen haben ihr eine Anzahl gebrochener Versprechen nicht übel genommen: Wehrpflicht, Mindestlohn, Atomkraft, Maut, Visafreiheit für Türken? Ständig kassierte die Kanzlerin eigene Beteuerungen und Zusagen aus Wahlkämpfen, und immer wieder kam sie damit durch.

Jahr der Unsicherheiten

(…) Das trostloseste Argument, das von Unionspolitikern immer wieder verwendet wird, ist eine Phrase: «Ja, wer soll das denn sonst machen?» Eine Betrachtung ganz im Kontext der Entpolitisierung, die Angela Merkel den Deutschen ein Jahrzehnt verschrieben hat. Ja, wer wohl? Den künftigen Kanzler gibt es schon – man kennt ihn nur noch nicht. Merkel hat die deutsche Politik auf Mainstream getrimmt. Sie war die Idealbesetzung für gute Menschen und den guten Zeitgeist. Aber schon Kierkegaard wusste: Wer sich mit dem Zeitgeist vermählt, wird bald Witwer. Der Zeitgeist wandelt sich. Erst traten die alten Nazis ab, und jetzt sind die 68er in Rente. In der Politik – auch in Deutschland – ist der jahrzehntelange Konsens immer öfter unerwünscht. Die Leute wollen klare Kanten, sie wollen nachvollziehbare Antworten.

Sozialdemokratisierte Union

(…) Das Beste an Merkel ist ihre selbstreferenzielle Alternativlosigkeit. Frieden mit Merkel. Zukunft mit Merkel. Mit Merkel passiert schon nichts. Das hatte sich tief eingegraben ins Bewusstsein der Deutschen – bis die «Flüchtlinge» kamen. Und jetzt auch noch Trump. Gleich mit der herzlichen Bitte an Deutschland und die anderen Nato-Mitglieder, sich doch im Fall von Militäreinsätzen künftig angemessen an den Kosten zu beteiligen. Trump, der Deal-Maker, sieht dies genau: Amerika erledigt seit Ende des Zweiten Weltkrieges die Schmutzarbeit, und die Europäer – allen voran die Deutschen – haben die Moral und geben gute Ratschläge. Trump wird die Europäer, also auch Merkel, in die Kosten zwingen. Wo ist da der Lust-Faktor für Frau Merkel für eine weitere Kanzlerschaft? Was will sie noch erreichen? Eine vierte Amtszeit, wie Helmut Kohl – also seinen Rekord einstellen?

Merkel bleibt eine Sphinx. Berater, mit denen sie ihre Absichten bespricht, sind nicht bekannt. Vielleicht führt sie Selbstgespräche. Die Antwort kennt nur der Wind.

Merkel hat Angst, aus der Geschichte befördert zu werden – NZZ  Hans-Hermann Tiedje.

9 Geistliche in Haft und 26 in Untersuchungsverfahren des Kindsmissbrauchs in Frankreich – The Tablet

9 Geistliche in Haft und 26 in Untersuchungsverfahren des Kindsmissbrauchs in Frankreich

Nine clerics in prison and 26 under investigation on abuse charges, according to Church in France  –  Tablet  30 January 2017 | by Tom Heneghan

Catholic bishops produce figures as part of new guide designed to combat child sexual abuse in the church.

The French bishops conference has said that nine priests and deacons are currently in prison for sexually abusing minors and 26 more clergy are being investigated by judicial authorities in such cases. A further 37 have served their sentences and been released.

The results of a recent survey of French dioceses with their 15,000 priests were released as the bishops presented an updated edition of “Combatting Paedophilia,” their 72-page guidebook for dealing with sexual abuse.The survey and the guidebook reflected the bishops’ efforts in recent years to reorient their approach in the abuse issue to better reflect the suffering of victims.

The failure to do so in the past led to the current abuse scandal in Lyon, where Cardinal Philippe Barbarin has had to admit he was slow to react in the case of a priest now awaiting both civil and canonical trials for his repeated abuse in the 1980s.  ….
Quelle: The Tablet


Kleinlaut: Deutscher Kirchenrechtler fordert verbindliche Ordnung   – Katholisch

[The church lawyer Nobert Lüdecke has examined the guidelines of all 27 German dioceses dealing with sexual abuse. He came to a clear conclusion. He called for uniformed handling of abuse allegations in the German church.]

Der Kirchenrechtler Norbert Lüdecke fordert eine einheitliche Ordnung für den Umgang der katholischen Kirche in Deutschland mit Fällen von sexuellem Missbrauch durch Geistliche. Bislang gebe es 27 verschiedene, von denen nicht einmal klar sei, ob sie in Kraft gesetzt seien, sagte Lüdecke am Freitag bei einer Veranstaltung an der Universität Bonn. Das Kirchenrecht sehe vor, dass Bischofskonferenzen den Vatikan um eine entsprechende Gesetzgebungskompetenz in dem Fall bitten können. Dies sei zum Beispiel in den USA geschehen. ….
Deutscher Kirchenrechtler fordert verbindliche Ordnung   – Katholisch

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