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Deschner: „Mit Gott und dem Führer“ – pdf 300 S. download

18/10/2012 6 Kommentare

Der Wahrheit ins Auge sehen – Wissen Bloggt, vom 17.10.2012
„Mit Gott und dem Führer“ von Karlheinz Deschner, mit Zitaten vorgestellt von Werner Wittmann.

Wie Religion(en), Regierung(en) und die Finanzwelt zusammengeschweißt sind, beweist dieses Buch von Karlheinz Deschner – als Beispiel nur – in aller Deutlichkeit. Auch wenn seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gut 68 Jahre vergangen sind, dürfen wir diese grausamen Zeiten niemals vergessen. Die unselige Kooperation zwischen katholischer Kirche und Drittem Reich wird heutzutage nur allzu gern vom Vatikan und seinen Adepten vertuscht und verleugnet trotz der vorliegenden beweiskräftigen Fakten.Auch wenn wir selber an diesem schrecklichen Kriege nicht beteiligt, ja, noch nicht mal auf der Welt waren, soll es unsere Pflicht sein, mitzuwirken, dass sich diese Katastrophe nicht mehr wiederholt.

Wir haben das Werk von Karlheinz Deschner als pdf-Datei bei Wissenbloggt eingestellt, damit es sich jeder Interessierte ohne Probleme herunterladen kann:

http://www.wissenbloggt.de/wp-content/uploads/2012/10/karlheinz-deschner-mit-gott-und-dem-fuhrer.pdf

Der Wahrheit ins Auge sehen – Wissen Bloggt
„Mit Gott und dem Führer“ von Karlheinz Deschner, mit Zitaten vorgestellt von Werner Wittmann.

Dokumente: Hitlers Faschismus, des Vatikans Ass im Ärmel beim Kampf gegen Andersdenkende

25/08/2012 1 Kommentar

Als der Vatikan auf Hitlers Nazi-Regime setzte   Kurt Marti / 24. Aug 2012 – infosperber.ch

Im Frühjahr 1933 sympathisierte Papst Pius XI. vorübergehend mit Hitler. Neue Dokumente zeigen die Gründe dieser Verblendung.

Aus Furcht vor dem Kommunismus und im Kampf gegen die Unmoral verbündete sich Papst Pius XI. im Frühjahr 1933 mit Adolf Hitler und dem Nazi-Regime. Über die Hintergründe dieser überraschenden Kehrtwende des Vatikans legt der Historiker Thies Schulze der Universität Münster neue Belege vor (siehe Link unten). Dabei stützt er sich auf die Berichte des französischen und des polnischen Botschafters beim Vatikan, François Charles-Roux und Wladyslaw Skrzynski.

Kirchenvertreter blenden Annäherung an Hitler aus

Laut Schulze haben die Historiker bisher den antikommmunistischen Hintergrund der päpstlichen Annäherung ans Nazi-Regime «nur unzureichend» erklärt. Die Kirchenvertreter «blenden die zwischenzeitliche Annäherung zwischen Vatikan und Hitler-Deutschland aus und stellen die ideologische Gegnerschaft zum Nationalsozialismus als durchgängiges Hauptmotiv vatikanischen Handelns dar.» Auch das vatikanische Geheimarchiv, welches in den Jahren 2003 und 2006 für die Historiker zugänglich gemacht wurde, verrate «für das Jahr 1933 verhältnismäßig wenig über das Deutschland-Bild im Vatikan.» Umso interessanter sei der Einblick in die Berichte der französischen und polnischen Botschafter, welche die damalige Politik des Vatikan von aussen verfolgten.

Papst Pius XI. bewunderte Hitlers Mut

Am 7. März 1933 staunte der französischen Botschafter Charles-Roux nicht schlecht, als ihm Papst Pius XI. erklärte: «Ich habe meine Meinung über Hitler geändert, infolge der Rede, die er dieser Tage über den Kommunismus gehalten hat. Das ist das erste Mal, man muss es schon sagen, dass sich die Stimme einer Regierung erhebt, um den Bolschewismus in solch entschiedenen Worten anzuprangern, und um sich mit der Stimme des Papstes zu verbinden.» Laut Historiker Schule lobte Papst Pius XI. das Nazi-Regime und Adolf Hitler wiederholt gegenüber den Botschaftern.

Schulze kommt aufgrund der Berichte der Botschafter zum Schluss: «Wohl unter dem Eindruck des Reichstagsbrandes, den Hitler den Kommunisten in die Schuhe geschoben hatte, bereitete der Papst zunächst die Diplomaten auf seinen Kurswechsel vor. In einer Ansprache vor der römischen Kardinalsversammlung sprach der Papst das Lob schliesslich am 13. März 1933 öffentlich aus, ohne Hitler namentlich zu erwähnen.» Kurz nach dem Reichstagsbrand vom 27./28. Februar vertraute Papst Pius XI. dem französischen Botschafter an, auch ihn hätten die Bolschewisten mehrmals mit dem Tode bedroht. Und gegenüber dem polnischen Botschafter hob er «sogar Hitlers Mut hervor, unter Gefahr des eigenen Lebens gegen den Kommunismus Stellung bezogen zu haben», wie Schulze in den «Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte» festhält.

Vatikan setzte auf die Moral des Nazi-Regimes

Schulze spricht von einer «überraschenden Wende» des Vatikans, weil die Fuldaer Bischofskonferenz noch im August 1932 die Unvereinbarkeit von Katholizismus und Nationalsozialismus erklärte, insbesondere wegen der antikatholischen Haltung des Nazi-Regimes. Laut Schulze erscheint es deshalb «umso erstaunlicher, dass sich das Blatt schon bald nach Hitlers Machtübernahme wenden sollte.» Entscheidend für die Kehrtwende des Vatikans dürfte Hitlers «Aufruf der Reichsregierung an das deutsche Volk» vom 1. Februar 1933 gewesen sein. Darin war von einem «unerhörten Willens- und Gewaltansturm» der «kommunistischen Methode des Wahnsinns» die Rede, was laut Schulze «Grundängste der vatikanischen Politik bediente.»

Denn schon 1930 hatte Papst Pius XI. zu einem «Kreuzzug des Gebets» und zum Kampf der «Kulturvölker» gegen den Bolschewismus aufgerufen. In der Enzyklika «Caritate Christi Compulsi» vom Mai 1932 sprach Pius XI. von der «teuflischen» Agitation der Kommunisten. Gegenüber den faschistischen Diktaturen war die Haltung des Heiligen Stuhls «weitaus weniger eindeutig», wie Schulze festhält. Vielmehr setzte der Vatikan auch in der moralischen Neuorientierung auf das Nazi-Regime. Als der Nazi-Minister Hermann Göring per Erlass die Zensur sittlich anstössiger Texte und Bilder verfügte und eine «Deutsche Zentralpolizeistelle zur Bekämpfung unzüchtiger Bilder, Schriften und Inserate» einrichtete, war man im Vatikan voll des Lobes.

Gravierende Fehleinschätzungen des Vatikans

Wie der polnische und französische Botschafter berichteten, waren die Kirchenvertreter von Versprechungen der Nazis beeindruckt, in Deutschland «gegen Unmoral, Nudismus und Pornografie» zu kämpfen. Laut Schulze befürchtete der Vatikan eine Zersetzung der Gesellschaft von innen durch kommunistische Umtriebe: «Dass in Wirklichkeit von den Nationalsozialisten eine wesentlich grössere Bedrohung ausging, erkannten der Papst und sein Umfeld nicht.»

Die Angst vor dem Bolschewismus verleitete Papst Pius XI. zu einer weiteren «Fehleinschätzung», wie der Historiker Schulze festhält. Im Vatikan habe man «zwischen Hitler und seiner Bewegung unterschieden.» So bezeichnet Pius XI. Hitler noch am 18. Mai 1933 als «weit gemässigter als die meisten seiner Anhänger.» Und wie der polnische Vatikan-Botschafter Skrzynski festhielt, sah man im Vatikan im März 1933 nicht Hitler, sondern die protestantischen Deutschnationalen als mögliche Bedrohung. Die päpstlichen Fehleinschätzungen hatten laut Schule «weitreichende Folgen», weil die wichtigsten Weichenstellungen für das Verhältnis von Kirche und nationalsozialistischem Staat in dieser Zeitspanne erfolgten: «Die Ausschaltung des politischen Katholizismus und der Abschluss des Reichskonkordates.»

«Eindruck, dass der Vatikan schon besser informiert ist»

Ab Mai 1933 berichteten die Botschafter aus Frankreich und Polen immer häufiger von «nachdenklicheren Tönen» im Vatikan. Am 19. April 1933 schrieb der polnische Botschafter Skrzyński: «Ich habe den Eindruck, dass der Vatikan nun schon besser informiert ist, auch über Schritte Hitlers, die für ihn nicht ausschliesslich erfreulich sind.»

Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte
Dossier: Katholische Kirche

 

Neue Studie:
Päpste Pius XI/XII und die Nazis gesamtverantwortlich

 

Inhaltverzeichnis: Die Politik der Päpste im 20.Jahrhundert

30/03/2012 1 Kommentar

Karlheinz Deschner, Die Politik der Päpste im 20.Jahrhundert, Rowohlt Verlag, Erweiterte, Aktualisierte Neuausgabe von “Ein Jahrhundert Heilsgeschichte ” Band I und II, August 1991
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Seite

13          (1) Vorausstellung

15          (2) Introitus

27          (3) Die Zerschlagung der Tschechoslowakei

35           (4) Die Tragödie Polens

54           (5) Die katholische Militärseelsorge

83           (6) Nach dem Polenfeldzug

104         (7) Krieg im Westen und katholische Kirche

130         (8) Der Überfall auf Russland und die vatikanischen Missionserwartungen

151          (9) Stalin und die Kollaboration von Orthodoxen

159       (10) Scheitern der Russlandmission, Päpstliche Einkreisungspolitik von Madrid .. Tokio

175       (11) Die „Friedenbemühungen“ Papst Pius XII.: Kreuzug West gegen Ost

188        (12) Geiselpolitik in Rom

201        (13) Die „Unparteilichkeit“ des „Stellvertreters“ – Schauspiel päpstlicher Friedenrufe

210        (14) Katholische Schlachtfeste in Kroatien oder „das Reich Gottes“

255        (15) Nach dem Heißen der Kalte Krieg

277        (16) Die USA als Waffenarsenal und Finanzquelle der katholischen Kirche

288        (17) “ Eines nur ist not …. “

297        (18)  Kardinal Spellman, Ford II, McCarthy und katholische US-Prominenz

304        (19) Die antisowjetische „Neuordnung“ des Westens durch Washington und Rom

333        (20) Die Wiederaufrüstung Westdeutschlands mit Hilfe der katholischen Kirche

392         (21) Militärseelsorge in der Bundeswehr

400        (22) Trieb Pius XII zum Heißen Krieg ?

417         (23) ABC-Krieg gegen „gewissenlose Verbrecher“

428         (24) Religionskampf im Ostblock

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Papst Pius XII. (1939-1958), Band II

Karlheinz Deschner, Die Politik der Päpste im 20.Jahrhundert, Rowohlt Verlag, Erweiterte, aktualisierte Neuausgabe von “Ein Jahrhundert Heilsgeschichte ” Band I und II, August 1991

(3) Papst Pius XII. (1939-1958), Zerschlagung der Tschechoslowakei

Pius XII. (1939—1958), aus dem Kapitel: Zerschlagung der Tschechoslowakei


„Wir freuen uns der Größe, des Aufschwungs und des Wohlstandes Deutschlands, und es wäre falsch, zu behaupten, daß Wir nicht ein blühendes, großes und starkes Deutschland wollen.“
    

Pius XII. am 25. April 1939

„Zwei Wochen nach Pacellis Thronbesteigung, am 15.März 1939, besetzte Hitler Prag – wofür Pius XII sich „einer verständnisvolleren Politik dem Dritten Reich gegenüber befleißigen“ wollte (83) – und zerschlug damit die Tschechoslowakei, die er als Flugzeugträger der Sowjetunion geißelte (84) ,……“

„Noch am 5.Juli 1944 schrieb … SS-Obergruppenführer Karl Herrmann Frank, der Vernichter von Lidice, an Hitlers Hauptquartier, er, Frank, stütze sich auf die höheren tschechischen Würdenträger der katholischen Kirche (98).

Dabei hatte man bald nach dem deutschen Einmarsch 487 Geistliche in Konzentrationslager gesteckt (99).“   ….

„Allein in Österreich hatte man bis zum Oktober 1938 mehr als 800 Geistliche verhaftet. “ (72)

“ Schon im Oktober und November 1939 wurden 214 polnische Priester exekutiert. darunter das gesamte Domkapitel des Bistums Pelplin(217). Und Ende des Jahres waren ca 1000 polnische Priester in Haft, viele in neu errichteten Konzentrationslagern.“ (218)

„Vier Bischöfe, 1996 Priester und 238 Nonnen hat die katholische Kirche durch den Krieg in Polen verloren.  3647 Priester, 341 Mönche und 1117 Nonnen steckten in Konzentrationslagern.“ (220)

Es handelte sich jeweils um Geistliche, die dem kurialzugeneigten Klerus und seinen Zielen kritisch gegenüberstanden. – Die Enzyklika Mit brennender Sorge, Pius XII die am 21. März 1937 erschien, versuchte erstmals die Bischöfe zu besänftigen und sie zugleich auf das schreckliche Kommende kurial vorzubereiten.
Aus heutiger Sicht wird die Enzyklika gern je nach Lager als päpstlicher Widerstand, aber auch als Persilschein gedeutet.

83  So gegenüber Aussenminister Graf Ciano. Mourin, Der Vatikan, 95

84  Winter, Die Sowjetunion, 167

72  D.Hersting, Die Rettung. Ein zeitgeschichtlicher Bericht. 1967,193

98  Scheinmann, Der Vatikan im 2. Weltkrieg, 339,

99  Herstig, Die Rettung, 193

217 Lewy, The Catholic Church, 227

218 Ebd.

220 Adrianyi, Die Kirche in Nord-, Ost und  Südeuropa, 520

Inhaltsverzeichnis
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Aus dem Kapitel: Zerschlagung der Tschechoslowakei, Papst Pius XII. (1939-1958), Band II

Karlheinz Deschner, Die Politik der Päpste im 20.Jahrhundert, Rowohlt Verlag, Erweiterte, aktualisierte Neuausgabe von “Ein Jahrhundert Heilsgeschichte ” Band I und II, August 1991

Glaube versetzt Zwerge: „Der Glaube lebt vom Gläubigen, nicht umgekehrt“

01/03/2012 1 Kommentar

“ Der Glaube lebt vom Gläubigen, nicht umgekehrt –
wie gern der Gläubige dies auch glaubt.
Dafür sorgen die wenigen, die tatsächlich vom Glauben leben, wenn auch von dem der anderen mehr als vom eigenen, was der Gläubige aber nicht glaubt.“

Karlheinz Deschner

Am Beipiel Pius XII:   Er raffte während seines Pontifikats 100 Mio $, seine 3 Neffen 180 Mio $

“ Als ich selbst noch glaubte … als gläubiger Katholik hatte ich, wie fast alle gläubigen Katholiken, von der Geschichte des Katholizismus keine Ahnung. Von solcher Ahnungslosigkeit lebt das Papstum seit es ein Papstum gibt. “

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Aus : Karlheinz Deschner, Die Politik der Päpste im 20.Jahrhundert, Rowohlt Verlag, Erweiterte, aktualisierte Neuausgabe von “Ein Jahrhundert Heilsgeschichte ” Band I und II, August 1991

(2) Papst Pius XII. (1939-1958), Introitus

25/02/2012 1 Kommentar

Pius XII. (1939—1958),  aus dem Kapitel:  Introitus

„1917 Nuntius in München, ein Ereignis, das man zu den wichtigsten Daten des deutschen Katholizismus zählte (13).  Als Pacelli im August 1925  München verließ, hielt er eine Abschiedsrede … geeignet zur Kennzeichnung seines Stils und somit wohl auch seiner selbst.“  …. Seine damals 24 jährige Gefährtin Pascalina Lehnert, die ihn lebenslang begleitete,  ergänzte kongenial:  “ … er freute sich … an den bunten Schmetterlingen und übersah am wenigsten die kleinen Hirten, welche die Herden hüteten … (15)
Die Lebenswege Pius XI und Pius XII, fast Altersgenossen, hatten sich häufig gekreuzt. Beide arbeiteten zur Zeit des Ersten Weltkrieges im Vatikan. Bei der Rückkehr aus Warschau (als Nuntius dort)  im Winter 1920/21 hatte Ratti (später Pius XI) seinen Kollegen Pacelli in München besucht (16), und nicht zuletzt wohl die gleiche Beurteilung der Weltlage war es, die den Papst am 7. Feb.1930 dem erfolgreichen Nuntius das Amt des Staatssekretärs übertragen ließ.
Pius XI wurde seinem „veramente carissime e mai tanto caro come ora Cardinale di Stato“ immer mehr gewogen und erachtete es schließlich als „die größte Gnade“ seines Lebens , ihn an der Seite zu haben. “  Pius XII folgte Pius XI  „fast wie ein Erbprinz“

“ Der Pacellipapst, verliebt in Macht und Herrlichkeit, der sich wie kein Vorgänger vor ihm „Lebendiger Petrus“ nennen ließ, (27) ….  war von Deutschen während seiner Amtszeit  umgeben.  Ludwig Kaas beriet ihn ebenso wie der deutsche Jesuit Hendrich, der deutsche Jesuit Gundlach, der deutsche Jesuit Leiber und sein deutscher Beichvater, der Jesuit  Bea. „(43) … 1949 waren es neben Pascalina 4 weitere deutsche Schwestern die mit  im päpstlichen Appartment lebten, sowie die Perserkatzen ‚Peter‘ und ‚Mieze‘ und die Kanarienvögel ‚Hänsel‘ und ‚Gretel‘. (46)   …..

Pius XII wendete sich handschriftlich auf deutsch an Hitler persönlich am 6. März 1939: “ Wir legen gleich zu Beginn Unseres Pontifikats Wert darauf, Ihnen zu versichern, daß wir dem Ihrer Obsorge anvertrauten Deutschen Volke‘ in innigem Wohlwollen zugetan bleiben. (70) … Und flehte „mit den besten Wünschen den Schutz des Himmels und den Segen des allmächtigen Gottes auf  Hitler herab.“ (71)  ….

„Der große Judenprogrom vom November 1938, meist als Reichskristallnacht hämisch verharmlost, war –  unter dem Protest vieler Staaten (73), doch dem Schweigen des päpstlichen Stuhl, …. dem Papst sehr wohl bekannt“ und „man weiß, Pacelli hatte ‚Mein Kampf‘ genau gelesen“.  Das Buch, allein Hitler zugeschrieben, wurde von einem gewissen Jesuiten Pater Stempfle zumindestens entscheidend redigiert. (00)

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13   Hober, Papst Pius XII., 31.  Dgl. Jedin, Wall, Sandfuchs, Scholder

15   P.Lehnert, ‚Ich durfte ihm dienen‘, 61, 56

16   Wall, Der Vatikan, 104

27  Wall, Der Vatikan, 101.  Nichols, die Politik des Vatikans, 122.

43  Breza, Das eherne Tor, 77. Vgl auch R. Morsey

46  Breza, Das eherne tor, 549 ff.  Lehnert, Ich durfte ihm dienen, 99ff, 111.

70  Giovanetti, Der Vatikan  und der Krieg, 36 f

71  Ebd

00 Otto Strasser: Hitler und ich

 

Inhaltsverzeichnis
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Aus dem Kapitel:  Introitus,  Papst Pius XII. (1939-1958), Band II

Karlheinz Deschner, Die Politik der Päpste im 20.Jahrhundert, Rowohlt Verlag, Erweiterte, aktualisierte Neuausgabe von “Ein Jahrhundert Heilsgeschichte ” Band I und II, August 1991

Buch: Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert (Karlheinz Deschner)

21/02/2012 1 Kommentar

Karlheinz Deschner: Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert

Inhalt: & Inhaltsverzeichnis

Karlheinz Deschner, den die Kritik einen „Voltaire unserer Tage“ genannt hat, beweist hier wie in seiner monumentalen Kriminalgeschichte des Christentums, daß die Hierarchen der Kirche sich noch immer beizeiten auf die Seite der weltlichen Machthaber geschlagen haben, um ihre eigene Macht zu mehren. Und dies keineswegs nur im Altertum und im angeblich so frommen 00indexMittelalter. Nein: heute und hier mitten unter uns geht die unmoralische Verfilzung von geistlichen und weltlichen Potentaten weiter.

Der erste der geschilderten Päpste, Leo XIII., war von dem Drang besessen, den verlorenen Kirchenstaat zu erneuern und die Macht des Heiligen Stuhls zu erweitern. Sein Nachfolger Pius X. stützte sich auf die Mittelmächte und trug zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs bei. Benedikt XV. wollte 1917 die Revolution in Rußland verhindern; doch als es anders kam, nahm er schleunig Kontakt mit den siegreichen Bolschewisten auf. Ganz im Sinne dieser machiavellistischen Tradition betätigte sich Pius XI. als Förderer Mussolinis, Hitlers und Francos.

Das größte Kapitel gilt Pius XII., der seit 1939 fast zwanzig Jahre lang im Zweiten Weltkrieg und danach Politik mit allen trieb, wenn sie nur gegen die gottlosen Kommunisten waren. Der beim Volk so beliebte Johannes XXIII. schien in allem das Gegenteil seines Vorgängers, doch mußte er auf kurialen Druck zum Beispiel das von ihm selbst zuvor geförderte Experiment der französischen Arbeiterpriester unterbinden, nachdem er Papst geworden war. Paul VI. vollends machte Schluß mit der vorsichtigen „Öffnung nach links“ und tat alles, um den Reformgeist des II. Vatikanischen Konzils im Keim zu ersticken. So wurde während seiner Regierung durch das „Pillenverbot“ die Bevölkerungsexplosion beschleunigt, und der US-amerikanische Kardinal Spellinan durfte ungerügt das Gemetzel in Vietnam als Sache Gottes preisen.

Mysteriös bleibt das nur Wochen währende Pontifikat Johannes Pauls I., dessen unverhoffter Tod gewissen Kreisen in der römischen Zentrale überaus gelegen kam und Platz machte für den seither in Gottes Namen reisenden und regierenden, Reformen verhindernden „polnischen Papst“ Johannes Paul II.
Ein gewaltiges Werk legt Deschner hier mit seiner umfassenden Zeitgeschichte der angeblich höchsten moralischen Instanz des Abendlands vor, die sich konsequent mit den schlimmsten Tendenzen unseres Säkulums verbündet und das tiefste Mißtrauen aller, die dieses Buch gelesen haben, wahrlich verdient.

Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert ist eine einbändige, aktualisierte Neuausgabe von Ein Jahrhundert Heilsgeschichte I und II.

Über dieses Buch
urteilt der Mediävist und Kirchenhistoriker
Prof. Dr. Hubert Mohr, Berlin:

„Es ist das Beste und Umfassendste, was bisher über dieses Thema geschrieben wurde … Mich beeindruckt nicht nur der großartige Stil, sondern auch die Akribie der Dokumentation. Dadurch wird das Buch solide und glaubwürdig. Niemand kann von unbewiesenen Behauptungen‘ sprechen. Kein Historiker, Publizist oder wer immer über dieses Thema schreiben will, wird künftig an diesem Werk vorbeigehen können. Es bleibt das Standardwerk!“

1878 – 1903 Leo XIII.
1903 – 1914 Pius X.
1914 – 1922 Benedikt XV.
1922 – 1939 Pius XI.
1939 – 1958 Pius XII.
1958 – 1963 Johannes XXIII.
1963 – 1978 Paul VI.
1978 Johannes Paul I.
1978 –      Johannes Paul II.

Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert ist eine einbändige, aktualisierte Neuausgabe von Ein Jahrhundert Heilsgeschichte I und II.

Autor:

Karlheinz Deschner, geboren 1924 in Bamberg. Im Krieg Soldat; studierte Jura, Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Sein Roman Die Nacht steht um mein Haus (1956) erregte Aufsehen, das sich ein Jahr später bei Erscheinen seiner Streitschrift Kitsch, Konvention und Kunst zum Skandal steigerte. Seit 1958 veröffentlicht Deschner seine entlarvenden und provozierenden Geschichtswerke zur Religions- und Kirchenkritik. Der forschende Schriftsteller lebt in Haßfurt am Main. 1988 wurde er mit dem Arno-Schmidt-Preis ausgezeichnet.

Rowohlt – ISBN: 3-498-01282-7

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